Srebrenica steht für Kriegsverbrechen: Fast 10 000 bosniakische Männer wurden ermordet, ihre Frauen und Kinder verschleppt. Neun Porträts zeigen uns, wie Frauen dem Leben wieder Tritt zu geben versuchen. Jutta Vogel ergänzt die Geschichten mit Porträt-Fotografien in Schwarzweiß.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 23.03.2007
Für Daniel Wechlin setzt der Band von Renate Metzger-Breitenfellner und Jutta Vogel neue Akzente zum Thema Srebrenica, indem die enthaltenen "narrativen Interviews" und die versammelten Porträts junger bosniakischer und serbischer Frauen die Erfahrung des Krieges in "minutiöser Weise" vermitteln. Ein Buch gegen das Vergessen, findet Wechlin, und für das Verständnis einer uns fremden Wirklichkeit, das durch die zeitgeschichtlichen Texte der bosnischen Schriftstellerin Safeta Obhodja und der Publizistin Christine von Kohl für ihn eine gelungene Ergänzung erfährt.
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