Zusammengestellt und mit einem biografischen Nachwort herausgegeben von Charles Linsmayer.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.06.2001
Das Regina-Ullmann-Lesebuch, von Charles Linsmayer, einem Berner Feuilleton-Redakteur herausgegeben und mit einem "bestechenden" biografischen Nachwort versehen, ist dem Rezensenten Peter Hamm eine sehr lange Besprechung wert. Mehr als überfällig ist für Hamm, dass die Texte der in Vergessenheit geratenen Schriftstellerin endlich wieder genügend gewürdigt werden. Hatten doch zu Lebzeiten von Ullmann (1884-1961) literarische Größen wie Rainer Maria Rilke, Hermann Hesse und Robert Musil immer wieder an Freunde, Presse und Verleger appelliert, das "literarische Genie" Ullmann gehörig zur Kenntnis zu nehmen, informiert der Rezensent. Auch Hamm hält die Dichterin, das wird er in seiner langen Rezension nicht müde zu betonen, für "wahrhaft einzigartig". Das Lesebuch ist ein erster Schritt, ihr postum gebührenden Ruhm zu verleihen, hofft der Rezensent, auch wenn er sehr bedauert, dass einige ihm sehr wichtig erscheinende Erzählungen von Ullmann in dem Band nicht enthalten sind.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.01.2001
Die Kritik von Albert von Schirnding über das von Charles Linsmayer zusammengestellte Lesebuch mit Erzählungen, Gedichten und Briefen der Erzählerin Regina Ullmann ist zwiespältig und umständlich formuliert. Der Rezensent findet die Werke der 1961 verstorbenen Autorin großartig. Ihre Prosa sei unbewusst visionär und übe eine magische Anziehungskraft auf den Leser aus. Unzufrieden ist er mit dem Lesebuch selbst. Dies sei etwas unhandlich, und im sehr ausführlich geratenen biografischen Nachwort habe Charles Linsmayer den Nachlass von Ullmann zu wenig berücksichtigt.
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