Die Chronik einer Katastrophe: Intrigen, Machtkämpfe, Terror Packend schildert Ralf Zerback in historischer Nahsicht drei turbulente deutsche Jahre, die das Ende der Demokratie markieren. Mit einem Sinn für die Stimmungen der frühen 1930er Jahre zeigt er, wie schon einmal Rechtspopulisten die Gesellschaft spalteten und einen totalen Machtanspruch durchsetzten - eine erschütternde Erzählung vom Ende der Weimarer Republik und dem Weg in die Diktatur.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.12.2022
In Polen und Ungarn propagieren die Regierungen die illiberale Demokratie, in Deutschland verschwören sich reaktionäre Adlige mit Paramilitärs: Rezensent Florian Keisinger spürt, dass wir uns den dreißiger Jahren annähern, allerdings denen des 20. Jahrhunderts und empfiehlt nachdrücklich zwei Bücher, die aufzeigen, wie schnell die Weimarer Demokratie in die nationalsozialistische Diktatur umschlagen konnte: Der Journalist Ralf Zerback verfolgt die Zeitspanne zwischen 1932 bis 1934 in einem dezidiert historischen Ansatz, die Autoren in dem von Historiker Thomas Weber herausgegebenen Sammelband dagegen arbeiten aktuelle Bezüge heraus. Beide Bücher führen weiter, versichert Keisinger: Zerback etwa beschreibe eindrücklich, dass die Wahl der Nazis 1933 gar nicht als große Zäsur empfunden wurde, dass vielmehr die folgende Kombination aus Repression von oben und Gewalt von unten der Demokratie den Boden entzogen. Der Konservatismus, der gehofft hatte, die Nazis einhegen zu können, hatte dieser Dynamik bald nichts mehr entgegensetzen, lernt Keisinger.
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