Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs. Ein liebeskranker Tiger, ein gescheiterter Arbeitsloser, der sich als Arzt ausgibt, ein indischer Bahnhofsvorsteher mit hochfliegenden Plänen, ein frisch verheirateter Henker, eine Elefantin, die ihre Autobiographie schreibt, oder ein alternder indischer Filmemacher, der versucht, seinem erfolgreichen Kollegen die Frau auszuspannen - die Helden und Anti-Helden in diesen Liebesgeschichten sind so ungewöhnlich wie anrührend. Neun Geschichten über die Macht der Liebe und die Liebe zur Macht.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.07.2013
Wie viele Gesichter die Liebe hat, erlebt Irene Bilal mit den für sie universell gültigen Geschichten des indischstämmigen Autors Rajesh Parameswaran. Nicht immer nur schön oder komisch, auch splattermäßig und tragisch kommen die stets in der ersten Person bzw. im ersten Tier - mal einem Elefanten, mal einem tragisch verliebten Tiger - erzählten Stücke daher, lässt uns Bilal wissen. Skurril findet die Rezensentin das und klug beobachtet. Und staunt über Parameswarans Bandbreite an Ausdrucksmöglichkeiten. Immerhin hat jede Story ihren eigenen Ton und ihre eigene Erzählstimme, erklärt Bilal, und dem Autor gelingt es dabei auch noch unverkennbar, Spaß zu haben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.06.2013
Lesevergnügen!, ruft Wolgang Schneider einladend zur Lektüre der Erzählungen des aus Indien stammenden, in New York lebenden Rajesh Parameswaran. Nein, es geht nicht um die typischen authentischen Immigrantengeschichten, meint er. Laut Schneider unterläuft der Autor solche Klischees mit Lebensgeschichten von Elefanten, außerirdischen Rieseninsekten und Tigern, erzählt von ihnen selbst, mit stark strapazierten thematischen Verbindungen von Liebe, Gewalt und Tod sowie mit atemberaubenden Wendungen und Splatter-Momenten. Raffiniert und schräg erscheinen Schneider auch die Spannungsbögen der Texte, ihre Übersetzung durch Stefanie Jacobs findet er gelungen.
Als Bewerbung eines unbändigen Erzählers taugt der Band laut Shirin Sojitrawalla ganz wunderbar. Derart groß ist die Bandbreite der Ausdrucksmöglichkeiten, der ausprobierten Textsorten, Genres und Erzählhaltungen bei Rajesh Parameswaran, dass die Rezensentin nur staunen kann. Da erzählen ein entflohener Zoo-Tiger, der Sehnsucht nach seinem Wärter hat, ein Elefant, ein Insekt oder ein indischer Hochstapler. Und weil der Autor seine Liebesgeschichten grell schillern lässt, dazu aber in geschmeidigem Ton erzählt, schätzt Sojitrawalla den Unterhaltungswert des Bandes als hoch ein.
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