Rainer Wieczorek

Freie Hand

Roman
Cover: Freie Hand
Dittrich Verlag, Berlin 2012
ISBN 9783937717838
Gebunden, 168 Seiten, 17,80 EUR

Klappentext

Was verbindet die ferne weite Welt der Sterne mit dem Universum der Literatur? "Freie Hand" erzählt vom Auf- und Ableben eines Literatur- und Jazzclubs. Zwei Freunde bauen mit Geschick und Unterstützung von privater und kommunaler Seite eine ehemalige Krankenhausstation zu einem Kulturtreffpunkt um. Musiker und Autoren treten auf, bekannte und weniger bekannte Namen, denen Rainer Wieczorek ein kleines literarisches Denkmal setzt. Da der Protagonist hauptberuflich für die Sendung "Sternzeit" beim Hörfunk arbeitet, werden die Geschehnisse rund um das Kulturhaus mit sichtbaren und unsichtbaren Phänomenen aus den Tiefen des Weltalls in Schwingungsverhältnisse gebracht. Der Autor reflektiert die Veränderungen im freien und unabhängigen Kulturbetrieb der letzten zwei Jahrzehnte und bezieht Stellung zum derzeitigen Stand der Literatur in einer vermarktungsorientierten Gesellschaft.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 20.09.2012

"Freie Hand" wäre eine schöne Satire, findet Judith von Sternburg. Rainer Wieczorek könne hervorragend aus dem "Nähkästchen lokaler Gegebenheiten" plaudern und erzähle "genussvoll drastisch" die Geschichte eines Kulturbetriebes im Niedergang. Doch auf die Satire lasse sich der Autor nicht wirklich ein, bedauert die Rezensentin. Das Problem liege in der mangelnden Distanz Wieczoreks zum beschriebenen Geschehen. Stellenweise nehme das Buch autobiografische Züge an, und der Autor werde zum "Rezensenten seiner mutmaßlich eigenen Veranstaltungen". Von Sternburg findet es symptomatisch, dass Wieczorek als "engagierter Kulturveranstalter" die Distanz zu seinen Akteuren nicht wahren kann.
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