Rainer Stöckli (Hg.)

Peter Morger. Sichtung eines literarischen Werkes

Heft 6: Es gibt keine Illusion, die ich nicht habe
Cover: Peter Morger. Sichtung eines literarischen Werkes
Appenzeller Verlag, Herisau 2012
ISBN 9783858825124
Kartoniert, 40 Seiten, 19,10 EUR

Klappentext

Farbige Abbildungen. Zwischen 1980 und 2001 hat Peter Morger zwölf Bücher publiziert. An seinem Geburtstag im Februar 2002 hat er, 47jährig, Hand an sich gelegt. Seinen Nachlass hütet die Ausserrhoder Kantonsbibliothek in Trogen.
Seit Oktober 2006 sichtet und verzeichnet Rainer Stöckli diesen Nachlass minutiös; dabei hat sich gezeigt, dass neben den Publikationen und den - zu Lebzeiten Morgers - privat erstellten und eigenhändig verteilten Textdossiers Notizhefte und Tagebücher erhalten sind, "Schlaue Bücher" geheissen; und dass daneben handschriftliche Entwürfe, Konzepte, Notate vorliegen, welche eine Öffentlichmachung und Kommentierung unbedingt lohnen. Der Kanton Appenzell Ausserrhoden unterstützt das Editionsvorhaben. Es umfasst sechs Hefte, sie sollen im Halbjahres-Abstand erscheinen und bis zum zehnten Todestag Peter Morgers komplett vorliegen: als Nachtrag und Würdigung einer eigentümlichen, über Jahrzehnte geübten Schreibpraxis.
Das sechste und letzte Heft fasst den Journalisten mit dem Kürzel "mo." in den Blick, würdigt des Feuilletonisten Verdienste, folgt Morgers Anstrengung, in Literaturzeitschriften Fuß zu fassen, und wertet sein Briefschaffen, soweit es im Nachlass beziehungsweise dem Herausgeber der Hefte vorliegt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.06.2012

Rezensent Martin Zingg begrüßt Rainer Stöcklis außergewönliche Sichtung von Peter Morgers literarischem Werk. Die sechs zwischen 2009 und 2012 erschienenen Hefte eröffnen seines Erachtens einen facettenreichen Zugang zum Werk Morgers, der sich 2002 an seinem 47. Geburtstag umgebracht hat. Die Gestaltung der Hefte, die eine Fülle von Faksimiles und Transkriptionen aus dem Nachlass des manisch-depressiven Schriftstellers enthält, lobt Zingg als geschmackvoll und höchst ansprechend. Sie sind für ihn nicht nur ein genaues Dokument einer Recherche zu Leben und Werk Morgers, sondern auch eine "respektvolle Würdigung" des Autors.