Ragnar Kvam

Heyerdahl

Auf dem Floß zum Forscherruhm
Cover: Heyerdahl
Mare Verlag, Hamburg 2011
ISBN 9783866481558
Gebunden, 480 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Norwegischen von karl-Ludwig Wetzig. Als die Kon-Tiki am 7. August 1947 vor Raroia im Tuamotu-Archipel auf Grund lief, hatte Thor Heyerdahl die Reise seines Lebens beendet: Er hatte gezeigt, dass die Wissenschaft die Seegängigkeit antiker Wasserfahrzeuge unterschätzt hatte und dass es sehr wohl möglich war, mit einem Floß aus Balsaholz den Pazifik zu überqueren. 8000 Kilometer hatte der (ursprünglich extrem wasserscheue) Abenteurer mit einer kleinen Crew auf dem Floß zurückgelegt, von Peru nach Polynesien damit schien für Heyerdahl der Beweis erbracht, dass die Besiedlung Polynesiens von Südamerika aus möglich war. Thor Heyerdahl befand sich auf dem Höhepunkt seines Ruhms; sein Bericht über die Kon-Tiki-Expedition verkaufte sich weltweit 50 Millionen Mal in über 67 Sprachen. Von vielen bewundert und als Held gefeiert, musste er jedoch auch heftigen Gegenwind aushalten. Zahlreiche Wissenschaftler zweifelten an seinen Theorien und Methoden. Für Heyerdahl kein Grund, die Segel zu streichen im Gegenteil: Bald brach er auf zu neuen Expeditionen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.10.2012

Als entschlossenen Charismatiker und Visionär ohne konkrete Richtung bezeichnet Matthias Hannemann diesen Thor Heyerdahl, insofern ein echter Zeitgenosse. Die deutsche Fassung der Biografie von Ragnar Kvam liest er darum mit Interesse. Zwar vermisst er das ein oder andere Detail (Action und Amouröses), doch die flotte Schreibe des Autors, der den Leser von einer exotischen Kulisse zur nächsten geleitet, lässt ihn das schnell vergessen. Kein Zweifel auch für Hannemann: Der Autor verehrt seinen Abenteurer. Etwas zu sehr sogar, findet Hannemann, der doch ein paar Fragen hätte, etwa an Heyerdahls allzu naiven Umgang mit dem rassistischen Denken seiner Zeit und die Verbindungen zwischen deutscher und norwegischer Rasseforschung, davon stehe nichts im Buch. Dafür umso mehr von dieser Botschaft hier: das Unmögliche geht immer.
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