Herausgegeben von Ingo Elbe, Robin Forstenhäusler, Katrin Henkelmann, Jan Rickermann, Hagen Schneider und Andreas Stahl. Nicht erst seit den Protesten der Black-Lives-Matter-Bewegung im Jahr 2020 hat die Debatte über Rassismus in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung eine zentrale Rolle eingenommen. Einzug in den gesellschaftlichen Mainstream erhalten dabei besonders Positionen, die von akademischen Strömungen wie "Critical Whiteness", dem Postkolonialismus oder Poststrukturalismus beeinflusst sind. Statt einer theoretischen Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Entstehungsbedingungen des Rassismus begegnet man in diesen Ansätzen häufig Angriffen auf Universalismus und Vernunft oder der Einebnung der Spezifik von Antisemitismus und Holocaust. Dagegen befinden sich sozialpsychologisch, ideologiekritisch und materialistisch argumentierende Analysen und Kritiken von Rassismus immer stärker in der Defensive. Der Band beleuchtet insbesondere die blinden Flecken und Verzerrungen des vorherrschenden Antirassismus und versucht gleichzeitig einige Leerstellen gegenwärtiger Rassismustheorie zu füllen.
Ein Sammelband, der vor Aktualität strotzt, schwärmt Rezensent Robert Zwarg über die Arbeit des Politologen Andreas Stahl und seiner Kollegen. Denn das Buch mit seinen 19 Aufsätzen fülle Lücken in der theoretischen Betrachtung von Rassismus, die trotz antirassistischer Etikettierung so ziemlich aller Lebens- und Konsumlagen nicht geschlossen seien. Klug umkreise das Buch deshalb die "Probleme des Antirassismus", zitiert der Rezensent, und listet die Themenbereiche Critical Race Theory, Intersektionalität, Critical Whiteness und Postkolonialismus auf, die von den Autoren kritisch hinterfragt werden, um einerseits dem Vorurteil, andererseits der Struktur von Rassismus und Antisemitismus zu Leibe zu rücken. Das kenntnisreiche Buch, dessen Ton frei von jeder Polemik sei, ist für Zwarg unbedingt empfehlenswert, um die "rassistische Ungleichbehandlung" der Gegenwart zu verstehen.
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