Im Silicon Valley herrscht flirrende Hitze. Der Erzähler findet sich vor den Toren des Hightechunternehmens wieder, für das er arbeitet. Überraschend und scheinbar ohne Grund erhält er keinen Zutritt zum Campus. Während er noch dabei ist, der biometrischen Fehlidentifikation auf die Spur zu kommen, verliert er die Kontrolle über seine digitale Identität. Als er realisiert, dass ihm mit ihr auch sein Leben entgleitet, strandet er in einer Tech-Community in der Wüste. Auf ihrem Gegencampus haben sich die Aussteiger um einen charismatischen Anführer versammelt. Ihr Ziel: Die globale Macht der Internetkonzerne zu brechen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.08.2019
Meike Fessmann stellt Überlegungen an zur Dystopie als Form der Deckung. Angesichts von Philipp Schönthalers Roman, der aus einer Mücke (der Erzähler kommt aufgrund einer verpatzten Handvenen-Erkennung nicht an seinen Arbeitsplatz) einen veritablen kafkaesken Horror der digitalen Welt macht, lockt sie mit versteckten Zitaten von Steve Jobs und Marc Zuckerberg und scheint ihr am besten geglückt, wenn der Autor mit der kalifornischen Landschaft arbeitet und seine "Technikparabel" mit Mythen des kulturellen Gedächtnisses unterfüttert.
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