Peter Weiss

Abschied von den Eltern. Hörspiel

Hörspiel. 6 CDs
Cover: Abschied von den Eltern. Hörspiel
DHV - Der Hörverlag, München 2013
ISBN 9783844511215
CD, 24,99 EUR

Klappentext

6 CDs, 290 Minuten. Ungekürzte Hörspielfassung. Gesprochen von Robert Stadlober. Regie: Karl Bruckmaier. Musik: Notwist. Die Beerdigung seines Vaters ist der Auslöser für Peter Weiss, sich in radikaler, unerbittlicher Weise mit seinen Eltern auseinanderzusetzen. Aufgewachsen in einem konservativen, leistungsorientierten Elternhaus, ist es für ihn eine Geschichte der psychoanalytischen Selbstbefragung und vor allem der Selbstbefreiung. Der Hörer dieser Hörspielinszenierung folgt dem Autor von seiner Kindheit in Bremen und Berlin über die Exilstationen London und Prag bis zur Auswanderung in seine neue Heimat Schweden.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 30.11.2013

Eher etwas raunend fällt Elke Eckerts knappe Besprechung dieser Hörbuchumsetzung von Peter Weiss' 1961 fertiggestellter Auseinandersetzung mit dem schwierigen Verhältnis zu seinen, in Weiss' Darlegungen, wie Eckert schreibt, übergroß und grausam erscheinenden Eltern aus. Von Form und Gestalt der Adaption erfährt man wenig bis nichts, an einer Stelle aber immerhin doch, dass der Schauspieler Robert Stadlober den Text ruhig einspricht, was die Kritikerin für eine dem Stoff angemessene ästhetische Entscheidung hält. Vielleicht ist dies aber auch ganz passend so, handelt es sich bei der Vorlage doch um ein "Gewirr von Fragmenten einer unbarmherzigen Familiengeschichte", wie die Kritikerin erklärt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.09.2013

Unerhörtes Lob von Rezensentin Swantje Karich für diese Vertonung einer Erzählung von Peter Weiss, für die Regie von Karl Bruckmaier und den Sprecher Robert Stadlober. Dass sich Weiss vertonen lässt, muss die Rezensentin erst einmal verdauen - und wie er sich lässt! Weiss' absatzlose Erzählung als Hörstück funktioniert laut Karich, da Bruckmaier den Charakter des Autors als Künstler aller Genre erkannt hat. Den autobiografischen Lebensrückblick eines vom Schicksal schwer Getroffenen findet Karich darüber hinaus authentisch gelesen von Stadlober, derart, dass ihr die Szenen schmerzhaft im Ohr flammen. Die Sprache des Textes - schön und grausam - ist für die Rezensentin ein Erlebnis, auch oder gerade in dieser Form.
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