Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.03.2003
Erinnerungen an das Leben im Dritten Reich, aber doch ganz anders als das Gros der "Memoirenliteratur" - Rudolph Chimelli hat in diesem Buch die Zeit des Hitlerfaschismus aus einer "ganz besonderen Perspektive" nacherlebt. Peter Wald war der Sohn eines Kommunisten, der zuerst im Untergrund war und später in KZs und Zuchthäusern eingesperrt war; seine Mutter wurde ebenfalls inhaftiert. Sohn Peter, schreibt Chimelli, verbrachte die Jahre bis 1945 als Außenseiter unter seinen Altersgenossen - einer, dessen Existenz durch die flüchtigen Blicke auf den inhaftierten Vater und die antrainierte Alltagsheuchelei begrenzt war. Seine Erinnerungen und die ebenfalls enthaltenen Briefe der Eltern fügen sich, so Chimelli, "zu einer detailreichen, faszinierenden, realistischen Beschreibung der deutschen Welt von damals".
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