Stücke und Gedichte 1991-1999: Alpenglühen, Im Namen der Liebe, Die Schlacht um Wien, Endlich Schluß, Die Reise nach Cannes, Liebe in Madagaskar. Turrini hat für dieses Lesebuch auch Zugang zu seinen Tagebüchern, Arbeitsjournalen und vor allem seiner Korrespondenz gewährt und der Veröffentlichung jener Passagen zugestimmt, die Aufschlüsse über das Entstehen seiner Stücke geben.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.05.2000
In einer Sammelrezension bespricht Franz Haas drei Lesebücher von Turrini: "Ein irrer Traum", "Das Gegenteil ist wahr" und "Zu Hause bin ich nur hier: am Theater". Dabei lobt Haas zunächst die Zusammenstellung der Texte durch die Herausgeber, da durch diese ein hervorragender Einblick in Turrinis "Arbeit als Theaterautor, Dichter und politischer Zwischenrufer" gegeben werde. Inhaltlich bewertet Haas die Texte äußerst unterschiedlich. So begeistert er sich zwar für Turrinis frühe Gedichte, anderes findet er wenig "schmeichelhaft" für den Autoren. Beeindruckend sei aber immer Turrinis Streitbarkeit, sein Engagement für Kunst und Gerechtigkeit. Gerade die Begleittexte, in denen der Autor über "das eigene Kreuz mit Sex, Kunst und Politik" bis hin zu seinem Übergewicht plaudert, findet der Rezensent an dieser Ausgabe besonders "gelungen".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.1999
Da hat man den "Erneuerer des sozialen Dramas" einigermaßen komplett.
Sibylle Wirsing bespricht alle drei Lesebücher von Turrini - "Ein irrer
Traum" (Lesebuch 1), "Das Gegenteil ist wahr" (Lesebuch 2), "Zu Hause
bin ich nur hier: am Theater" (Lesebuch 3) - und nutzt ihre Kritik, um
Turrinis Weg und Wirkung noch einmal zu skizzieren, und ihn in die
österreichische Theaterlandschaft einzuordnen. Wie sehr er Claus Peymann
am Burgtheater vermisst, zeigt Wirsing dabei schon durch den Titel des
letzten hier aufgenommen Stücks: "Tod, Auferstehung und Verklärung des
Claus Peymann". Mit Sympathie schildert Wirsing Turrinis nie ermüdende
Solidarität mit den Randständigen und Ausgebeuteten der österreichischen
Gesellschaft. Dass Turrini dabei an einem klassischen Linkssein
festhält und sich mit dem Kommunismus nicht auseinandersetzen will,
stört Wirsing nicht - denn zum Glück siege bei Turrini dann doch die
Liebe zum Theater über die Ideologie.
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