Lara Marlowe

Ein Glück, dass ich den Tod nicht fürchte

Leutnant Julija Mykytenkos Kampf für die Ukraine
Cover: Ein Glück, dass ich den Tod nicht fürchte
Tropen Verlag, Stuttgart 2025
ISBN 9783608502824
Kartoniert, 384 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Aufgeschrieben von Lara Marlowe. Die Geschichte der 29-jährigen Ukrainerin Julija Mykytenko, Kommandeurin einer Drohneneinheit an der Front. Seit Beginn des Krieges kämpft sie im Donbas und befehligt die "Hellish Hornets". Aus einer Reihe von langen Gesprächen mit der Autorin und Journalistin Lara Marlowe entstand das Selbstporträt dieser jungen Frau. Julija Mykytenko, 1995 in Kiew geboren, ist studierte Sprachwissenschaftlerin. Während der Maidan Revolution war sie Mitglied des Frauenkommandos und setzte sich für gewaltfreien Widerstand ein. 2016 trat sie der ukrainischen Armee bei. Durch ein russischen Bombardement verlor sie ihren Ehemann. Als im Februar 2022 die russische Invasion begann, meldete sie sich freiwillig. Seitdem kämpft sie für die Freiheit ihres Landes. Julija Mykytenko erzählt von ihrem Alltag als Frau im Krieg, der Zermürbung in den Schützengräben, dem Umgang mit den schwierigen hygienischen Verhältnissen, der Kälte im Winter. Und auch von ihrer schwersten Herausforderung: die Hoffnung nicht zu verlieren. Unermüdlich setzt sie sich dafür ein, ihre Einheit zu schützen, stellt sich schlechten Oberbefehlshabern entgegen oder organisiert Crowdfunding-Kampagnen, um Kleidung, Wärmepads und vor allem neue Drohnen kaufen zu können.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 21.02.2025

Rezensentin Andrea Seibel liest die von Lara Marlowes aufgeschriebenen Gedanken und Erlebnisse der ukrainischen Drohnen-Kommandantin Julija Mykytenko mit Schrecken und Respekt vor der Leistung der jungen Soldatin und ihrer Familie. Der aus E-Mails und persönlichen Erzählungen bestehende Band ist für Seibel zwar kein literarisches Meisterwerk, aber er zeigt den täglichen schweren Kampf gegen die russischen Angreifer aus Sicht einer Frau, vermittelt die Zweifel (auch angesichts mangelnder Unterstützung durch die EU) und wie der Krieg eine Biografie komplett verändert, so Seibel. Wie aus der Euphorie Erschöpfung wird, zeigt er auch, meint die Rezensentin.

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