Peter Oberender (Hg.)

China im Aufbruch

Hintergründe und Perspektiven eines Systemwandels
P.C.O. Verlag, Bayreuth 2004
ISBN 9783936299328
Kartoniert, 448 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

China befindet sich seit 1978 im allmählichen Übergang zu einer marktwirtschaftlichen Ordnung und auf dem Weg in die weltwirtschaftliche Integration. Wenngleich die im Zuge dieser Transformation vorgenommenen Reformen eine beispiellose wirtschaftliche Dynamik entfacht und einen schnell voranschreitenden Modernisierungsprozess ausgelöst haben, befindet sich China noch in einer hybriden Zwischenphase zwischen Markt und Plan. Das chinesische Wirtschaftssystem birgt noch zahlreiche Risiken in sich, darunter die zunehmende Arbeitslosigkeit, die immer ungleich werdende Einkommensverteilung, das noch wenig reformierte Banksystem und die verbreitete Korruption. Wohin sich China langfristig entwickeln wird, ob also die unverkennbaren Chancen dieser Transformation überwiegen oder die Risiken zu Entwicklungsbrüchen führen werden, kann niemand mit Sicherheit voraussehen. Gerade deshalb bietet aber das Beispiel China als langfristiger institutioneller Wandel zahlreiche Anknüpfungspunkte für ökonomische Analysen, die von Grundsatzfragen der Transformation bis hin zur Diskussion von Reformvorschlägen für konkrete Problemfelder reicht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.09.2004

Für Klaus Peter Krause zeigt dieser Sammelband, der sich mit der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas befasst, dass das riesige Land nicht nur für Politikwissenschaftler, sondern eben auch für Wirtschaftswissenschaftler ein interessantes und erhellendes Studienfeld abgibt. Im einführenden Beitrag zeichnet Herausgeber Peter Oberender die großen Veränderungen in Chinas Wirtschaftsentwicklung als quasi spontan nach, informiert Krause. Willy Kraus wendet sich dann den Zukunftsaussichten von Chinas Wirtschaft zu und richtet auch ein Augenmerk auf zu erwartende Schwierigkeiten, fasst der Rezensent weiter zusammen, der diesen Sammelband offenbar mit Interesse und Gewinn gelesen hat, wenn er sich auch nicht zu expliziten Lobeshymnen hinreißen lässt.
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