Ron Sommer, der "Erfinder" der Volksaktie, ist einer der auffallendsten Manager. Der Weg, den er als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom einschlug, ist ein Modellfall der "Neuen Ökonomie", in der Langsamkeit eine Todsünde ist. Peter Glotz beschreibt die Gesetze dieses Marktes und einen seiner mächtigsten Repräsentanten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.10.2001
Andreas Platthaus bespricht eine Biografie, die keine ist: Gerade mal 12 Seiten handeln vom Lebensweg des Telekom-Vorstandsvorsitzenden, beschwert er sich. Der Rest sei die Geschichte der Privatisierung der Deutschen Post. Damit kenne sich Autor Peter Glotz anscheinend besser aus, saß er doch ein Jahrzehnt im Aufsichtsrat der Telekom. Für den Rezensenten kommt das Buch überdies zu spät: Der Aktienkurs der Telekom sei "immer noch im Keller", "so mancher Kommentator sieht Sommer (deshalb) bereits auf der Straße". Glotz reagiere darauf nur mit einer einleitenden Notiz. Da ist der Autor wohl dem "süßen Duft des Großkapitals" erlegen, meint Platthaus. Das beweist ihm auch ein Glossar im Anhang, in dem der Autor weltmännisch Übersetzer spiele und Begriffe wie "brand" oder "middle-man" erkläre.
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