Der Zweite Weltkrieg umbrandete das Fürstentum Liechtenstein, ohne es zu überziehen. Doch waren Land und Menschen bedroht, von aussen und von innen. Diese gefährlichsten Jahre der liechtensteinischen Zeitgeschichte sind hier erstmals als Ganzes detailliert geschildert, wissenschaftlich, anschaulich und spannend, eingebettet in den Kontext des Kriegsgeschehens. Im Blick sind auch die Beziehungen zur Schweiz, zum Dritten Reich und zu den Alliierten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.05.2011
Hans-Erich Volkmann zollt Peter Geigers zweibändigem Werk über Liechtenstein während der Jahre 1939 bis 1945 seine Anerkennung. Lobend äußert er sich über die anschauliche, detaillierte und kluge Darstellung der Gesellschaft und Politik Liechtensteins vor dem Hintergrund massiver nationalsozialistischer Bedrohung. Dagegen scheint ihm die Außenpolitik hin und wieder ein wenig zu kurz zu kommen. Kritisch sieht er zudem, dass Geiger vor dem Schatten der Bedrohung "heikle" Punkte des deutsch-liechtensteinischen Verhältnisses thematisiert, "ohne zu prüfen, ob sie in einen anderen kausalen Kontext gehören". Angesichts der Fülle von Fakten, die der Autor lebendig vermittelt, mindert diese Kritik den Rang des Werks für Volkmann allerdings nicht.
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