Peter Farkas

Acht Minuten

Roman
Cover: Acht Minuten
Luchterhand Literaturverlag, München 2011
ISBN 9783630873046
Gebunden, 132 Seiten, 16,99 EUR

Klappentext

Er ist ein alter Mann, und seit einiger Zeit nimmt er merkwürdige Veränderungen in seiner Wohnung wahr. Eine fremde Frau taucht eines Morgens auf und verschwindet nach einiger Zeit wieder. Von anderen, ihm fremden Menschen werden angeblich nützliche Gegenstände in die Wohnung getragen, und er muss diese Gerätschaften wieder zum Müll tragen. Jüngst sind sogar die Ehebetten, in denen er und seine Frau bisher schliefen, auf zwei Zimmer verteilt worden, eine unsinnige Maßnahme, denn nun schlafen er und seine Frau in einem Bett. Und wer glaubt, er und seine Frau könnten sich nicht mehr verständlich machen, nur weil sie mit ihrem Namen nichts mehr anfangen kann und dem Mann die Lust zu sprechen abhanden gekommen ist, der ahnt nicht, wie gut sie beide miteinander zurechtkommen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.02.2012

Kolja Mensing hat schon einige Sachbücher und literarische Bearbeitungen zum Thema Demenz gelesen, aber dieser Roman von Peter Farkas hat ihn besonders angesprochen. Der in Ungarn geborene und seit dreißig Jahren in Deutschland lebende Autor lässt einen selbst von ersten Anzeichen der Demenz gezeichneten Mann vom Leben mit seiner dementen Ehefrau erzählen, und schon diese Perspektive gibt dem Roman einen besonderen Reiz, wie der Rezensent lobt. Und so ist es neben den berührenden Momenten eines aus den Fugen geratenden Alltags das “Kämpferische", mit dem sich die beiden Alten gegen das übergriffige Pflegepersonal stellen, das Mensing an dieser Geschichte besonders gefallen hat.
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