Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.03.2000
Anne Schneppen lobt dieses Buch zwar als spannend, „gut geschrieben, flüssig übersetzt“, aber damit endet auch bereits ihre Begeisterung. Denn mit der Genauigkeit bei der Recherche ist es ihrer Meinung nach nicht weit her. Mit großer Ausführlichkeit listet Schneppen sachliche und fachliche Fehler der Autoren auf und äußert gleich mehrfach die Verwunderung darüber, wie weit sich das Ehepaar Seagrave in mancher Interpretation, insbesondere in Bezug auf die Rolle der japanischen Kaiser, von der Sichtweise der meisten Historiker entfernt. Dabei bedauert sie, dass die Autoren in vielen Fällen keine Beweise für ihre Behauptungen vorlegen können. Stattdessen bleibe bisweilen der Hinweis auf „Gewährsleute“, die sich ‚“freiwillig Wahrheitstests und Tests durch Hypnose“ unterzogen‘ hätten. Schneppen räumt ein, dass manche der Vermutungen und Unterstellungen des Autorenpaars durchaus zutreffen könnten, dennoch könne man als Leser doch etwas mehr Präzision und vor allem Fakten erwarten. Auch die zitierte Literatur hilft, wie sie feststellt, nicht wirklich weiter, da durch das häufige Fehlen von Seitenangaben eine Überprüfung fast unmöglich ist.
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