Aus dem Englischen von Thomas Stegers. Innerhalb weniger Jahre hat Wilberforce eine prosperierende Softwarefirma aufgebaut. Natürlich leidet sein Privatleben darunter, er hat weder Freunde noch Zukunftspläne. Auf einer frühsommerlichen Abendfahrt mit seinem Range Rover verschlägt es ihn auf ein stattliches Anwesen außerhalb von Newcastle - Caerlyon Hall. Das Schild am Rand der Landstraße zieht ihn magisch an, die besten Bordeauxweine werden darauf angepriesen. Schon bald sitzt Wilberforce in einem spektakulären Weinkeller und macht Bekanntschaft mit dem Landlord von Caerlyon Hall, dem exzentrischen und enigmatischen Francis Black. Über Francis lernt Wilberforce eine kleine schicke Gruppe von Freunden kennen, er begleitet sie bei Ausflügen über ihre weiten Ländereien, er geht auf Moorhuhnjagd, er wird zu Dinner-Partys auf prächtige Landhäuser eingeladen - und er verliebt sich in die aristokratische Catherine. Vor allem aber verspürt er eine unerklärliche Verbundenheit mit Francis Black, seinem geistigen Mentor, unter dessen Einfluss er sich immer tiefer in die feine Kunst des Weintrinkens stürzt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.07.2008
Bitter enttäuscht ist Felicitas von Lovenberg von diesem Roman. Nicht zuletzt, weil sie sich nach dem ironisch-vergnüglichen Vorgänger, Paul Tordays Erstling "Lachsfischen in Jemen", sehr viel mehr versprochen hatte. Das Hauptproblem des Romans ist dabei schon die Hauptfigur. Nichts, wirklich gar nichts, mache, so Lovenberg, diesen Frankie Wilberforce interessant, der unvernünftig reich ist und ein massives Alkoholproblem mit den edelsten Weinen pflegt. Er hat keine Freunde und seine ganze Leidenschaft steckt im Beruf: Er ist Softwareentwickler und wenn er Aufregung sucht, denkt er am liebsten über Algorithmen nach. Nein, mit so einem kann die Rezensentin gar nichts anfangen, da kann er dann noch so teure Weine trinken und da kann ihm der Autor noch so bemüht ein wenig biografische Hintergründe spendieren. Felicitas von Lovenberg hat sich mit diesem Roman gelangweilt und aus.
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