Aus dem Englischen von Katja Hald. Unsere geografischen Vorstellungen von der Welt erscheinen uns klar - doch viele entpuppen sich schnell als Mythen: Wir glauben zu wissen, was Kontinente sind - aber wo genau endet Europa, wo beginnt Asien? Bilden Nord- und Südamerika einen Kontinent, oder sind es zwei? Was ist mit der Antarktis oder Ozeanien? Wie fest (oder veränderlich) sind Grenzen? Was macht eigentlich eine Nation zu einer Nation?
Paul Richardson möchte in diesem Buch laut Rezensentin Katja Scherer zeigen, dass in der Geografie auch heute noch Mythen existieren, obwohl auf Landkarten keine Monster mehr eingezeichnet sind, die angeblich in fernen Weltgegenden hausen. Als Mythen bezeichnet Richardson Scherer zufolge zum Beispiel das Konzept der Kontinente, deren Grenzen oft willkürlich festgelegt sind, Europa etwa gilt als Hort der Zivilisation, der sich von einem amorphen Asien abhebt. Auch Nationen werden hier, lesen wir weiter, als Mythen dekonstruiert, schließlich sind sie selten so alt, wie sie zu sein behaupten, tatsächlich wurde noch bis vor recht kurzer Zeit eher entlang des Begriffs Imperium als entlang des Begriffs Nation gedacht. Solche Gedanken liest man hier nicht zum ersten Mal, gesteht die Rezensentin ein, auch ist sie sich nicht sicher, ob die Welt, wie Richardson anzudeuten scheint, ohne Nationen besser bedient wäre. Aber dennoch wirft dieses Buch einen insgesamt lohnenden Blick auf unsere aktuelle Weltordnung und ihre vermeintlichen Sicherheiten, so das Fazit.
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