Aus dem Französischen von Birgit Lamerz-Beckschäfer. Grenzen sind wieder in aller Munde. Eurokrise, Terrorismus, Migration und Flüchtlingsströme, Grenzkonflikte mit Russland, Nahostkriege, Spannungen in Asien und Pandemien: Grenzen füllen die Schlagzeilen wie kaum je zuvor. Doch was sind Grenzen? Wie sind sie beschaffen und welchen Zwecken dienen sie? In diesem Bildband demonstrieren Delphine Papin und Bruno Tertrais die Macht der Grenzen in ungewöhnlichen Karten. Natürlich oder künstlich? Staatsgrenzen, Seegrenzen und Grenzwälle; Abschottung gegen Migration: von Trumps Mauer bis zur Außengrenze des Schengen-Raums; Kampf um die Weltordnung: Kriege und Grenzkonflikte; Grenzverlauf im Wandel der Zeit: historische und heutige Landesgrenzen alle 195 Länder der Erde in einer unterhaltsamen und klugen grafischen Darstellung. Überraschende und kuriose Karten der Welt. Grenzen sind so abstrakt wie allgegenwärtig, surreal und ganz konkret: Während der selbsternannte Anführer des Kalifats al-Baghdadi die 'kolonialen' Grenzen im Nahen Osten mit dem Bulldozer einreißen lassen wollte, plante Donald Trump die längste Grenzmauer der Neuzeit zwischen Mexiko und den USA. Und wo genau im Rhein verläuft die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland? Welche Bauwerke teilen das israelische Jerusalem vom palästinensischen Ostjerusalem? Der "Atlas der Unordnung" gibt in über 60 Karten, Schaubildern und Info-Grafiken eine Einordnung, wie wir unsere Welt sortiert und unaufgeräumt gelassen haben.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.05.2022
Rezensent Werner Hornung hält den von Delphine Papin und Bruno Tertrais besorgten Atlas der Grenzen für zeitgemäß. Geopolitik rules! Zu erkennen sind im Band laut Hornung sichtbare wie unsichtbare Grenzen und ihr Verlauf in der Zeit: in Europa, auf dem Balkan, im Mittelmeer, im Golf von Persien oder in der Ukraine. Infografiken ergänzen die Texte und Karten, so Hornung, dem klar ist, dass es sich um Momentaufnahmen handelt und dass die Perspektive der Herausgeber eine dezidiert französische ist (auch bei der Literaturauswahl!). Einige Sachfehler schreibt er dem Lektorat ins Beurteilungsbuch.
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