Paul McCartney

Lyrics

1956 bis heute
Cover: Lyrics
C.H. Beck Verlag, München 2021
ISBN 9783406776502
Gebunden, 912 Seiten, 78,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Paul Muldoon. Aus dem Englischen von Conny Lösch. In diesem Buch betrachtet Paul McCartney sein Leben und sein Werk im Prisma von 154 eigenen Songs. In alphabetischer Reihenfolge angeordnet, bilden diese Songs von den frühesten musikalischen Gehversuchen über Klassiker der Popgeschichte wie "Hey Jude", "Yesterday" oder "Let it Be" bis hin zu jüngsten Kompositionen ein autobiografisches Kaleidoskop, in dem McCartney die Entstehungsgeschichten seiner Songs schildert, Menschen und Orte, die ihn beeinflusst haben, und was er heute über seine Lieder denkt. Auf diese Weise - ein Leben in Songs - ist ein vollkommen einzigartiges Musiker-Memoir entstanden, das Paul McCartneys Stimme und Persönlichkeit auf jeder Seite spürbar werden lässt. Bislang unbekannte Schätze aus McCartneys Privatarchiv - Skizzen, Briefe und vor allem Fotografien - machen "Lyrics" auch optisch zu einem einmaligen Dokument über einen der erfolgreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.11.2021

Rezensent Joachim Hentschel entdeckt in Paul McCartney's "Lyrics" dessen lang versagte Autobiografie "getarnt als prächtigen Bildband". Geholfen hat dem ehemaligen Beatles-Mitglied der befreundete Dichter Paul Muldoon, der jeden Song mit einem feinfühligen und wissenswerten Essay ergänzt, erklärt Hentschel. Er erfreut sich an aufschlussreichen Bildern und anekdotenhaften Erzählungen, die zwar keine brisanten Neuigkeiten aufdeckten, dafür aber das sympathische Image McCartneys wieder zurechtrücken. Bei Erklärungen wie, "let it be" sei eigentlich ein Hamlet-Zitat, geht es dem Rezensenten jedoch zu weit, vielmehr vermutet er dahinter den Versuch des Musikers seine simplen Liedtexte "intellektuell aufzuwerten".
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Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 22.11.2021

Rezensent Christian Metz ist durchaus zwiegespalten angesichts von Paul McCartneys Autobiografie entlang seiner Songs. Spröde autobiografische Prosa ist es jedenfalls nicht, was der Musiker zusammen mit dem Pulitzer-Preisträger Paul Muldoon vorlegt, versichert der Rezensent. Allerdings verfolgt McCartney mit seiner Idee der Einheit von Song und Leben laut Metz eine etwas altbackene Goethe-Vorstellung. Faszinierend scheint ihm jedenfalls, wie die beiden Autoren immer wieder eine Unmittelbarkeit zaubern, die den Leser an McCartneys Erinnerungen teilhaben lassen, so als erinnere er sich gerade jetzt. Der Anekdoten-Reichtum im Band ist schier überwältigend, findet Metz, aber zusammen mit all den Fotos, Covern und Notizen eben auch überwältigend unterhaltsam.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.11.2021

Rezensentin Viola Schenz stöbert angetan in der "Schatztruhe für Beatles-Fans", wie sie Paul McCartneys Buch "Lyriks - 1956 bis heute" bezeichnet. Darin nimmt der  ehemalige Beatles-Musiker 154 seiner Songs zum Anlass, um über deren Entstehung zu erzählen und zugleich die vergangenen 65 Jahre Revue passieren zu lassen. Fern von jeglichen Star-Allüren gibt McCartney zu, einen Song von den Beach Boys geklaut zu haben oder auf seinen U-Bahnfahrten in New York und London dem Voyeurismus zu frönen, erzählt die Rezensentin, bei der geradezu  menschliche Nähe aufkommt. Dass der Sänger dabei nicht auf private Fehltritte, wie die gescheiterte Ehe mit Heather Mills eingeht, ist für Schenz keine Überraschung und schnell vergeben beim exklusiven Anblick der handgeschriebenen Zettel und Bierdeckel rund um die Entstehung der Songs und Setlisten.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 09.11.2021

Rezensent Joachim Hentschel rät zur Anschaffung eines massiven Coffeetables vor der Lektüre dieses großformatigen Bandes mit den Lyrics von Paul McCartney. Derart gewappnet kann man in dem Band einiges entdecken, versichert der Kritiker, allerdings jenseits der Songtexte. Die scheinen ihm nach wie vor "banal". Als Autobiografie aber findet er den 912-Seiten-Koloss so "faszinierend" wie "unterhaltsam". Er findet hier zahlreiche Fotos, Entwürfe und viel "Krimskrams", liest Fanpost und lernt anhand einiger Fotografien und Anekdoten McCartney von einer wenig bekannten Seite kennen: Als einsames "Mastermind" im Studio.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.11.2021

Rezensent Jörg Thomann verzeiht Paul McCartney die ein oder andere Korrektur an der Urheberschaft, die der Musiker in seiner Autobiografie einfließen lässt. Ebenso kleine Spitzen gegen Lennon. Die Anlage des Buches, 154 Songs, dazu Gespräche, Erinnerungen, Anekdoten, Fotos, findet Thomann sinnig. Manches Songzeilen-Rätsel löst sich für den Rezensenten, der staunend liest, dass es für einen Beatles-Welthit nur einen Traum oder drei Stunden Studioarbeit brauchte. Welche Rolle die Familie für McCartney spielt und dass der Beatle gar nicht übel zeichnen kann, erfährt der Rezensent außerdem.
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