Aus dem Englischen von Thomas Schlachter. Bertram Wooster ist wie vor den Kopf geschlagen: Aus der Zeitung muß er von seinem Verlöbnis mit Roberta Wickham erfahren. Daß diese es nicht für nötig befunden hat, ihn - oder gar den hierdurch frisch entlobten Reginald Herring - persönlich in Kenntnis zu setzen, sollte Bertie eigentlich nicht erstaunen. Auf lauschigen Lichtungen lauert neue Gefahr, und weitere Mesalliancen bahnen sich an. Doch Rettung naht ...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 08.12.2007
In den Büchern rund um den Butler Jeeves geht es zwar nur um die Heiratskalamitäten des Adels, doch die Bedeutungslosigkeit des Inhalts wird durch die Komplexität der Erzählhandlung konterkariert, wie Thomas Hermann erläutert. Wodehouse verknüpft die oberflächlichen Probleme seiner Helden immer wieder mit Heldenepen der Vergangenheit, wobei er die Vorbilder auch in der eigenen adeligen Familie findet. Hermann muss bei dieser Gelegenheit auch gleich einmal die Wodehouse-Reihe der Edition Epoca rühmen. Mit Thomas Schlechter sei ein Übersetzer engagiert worden, der sich "aufs Trefflichste" auf den Jargon von Wodehouse versteht und so die Übertragungsverluste gering hält. Und so schafft es Wodehouse auch in der deutschen Fassung, Hermann aus jedem Stimmungstief zu holen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.10.2006
Von der Wodehouse-Krankheit ist keine Heilung in Sicht, freut sich der mit "flow" zeichnende Rezensent angesichts des dritten Jeeves-Romans, der jetzt auf Deutsch (in der bewährten Übersetzung von Thomas Schlachter) erschienen ist. Bei Wodehouse, so der Rezensent, sei der Inhalt eigentlich irrelevant, die Sprache wiederum alles. So dass seine Figuren ständig "unter Sprachdruck zu stehen" scheinen. So auch das parlierende Duo vom "juvenilen, dandyesk-angekränkelten" Ich-Erzähler Bertram Wooster und seinem ihm geistig überlegenen Diener Jeeves. Sie sprechen nicht nur, schreibt der Rezensent, sie parlieren und ziehen dabei alle Register, wenn auch nicht immer gekonnt. Doch auch das gehört zu Wodehouses Sprachkomik, in der "flow" sogar den Keim für den absurden Monty-Python-Humor zu erkennen glaubt.
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