Ozzy Osbourne

Last Rites

Cover: Last Rites
Heyne Verlag, München 2025
ISBN 9783453219182
Gebunden, 352 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Henning Dedekind, Heike Maillard und Violeta Topalova. Der zweite Teil der Memoiren des "Prince of Darkness" Ozzy Osbourne. Mit 70 Jahren war Ozzy Osbourne auf einer triumphalen Abschiedstournee, spielte vor ausverkauften Stadien und erhielt begeisterte Kritiken auf der ganzen Welt. Dann das Desaster. Innerhalb weniger Wochen musste er nach einem Krankenhausaufenthalt wegen einer Fingerinfektion seine Tournee - und sein gesamtes öffentliches Leben - aufgeben, da er vom Hals abwärts fast vollständig gelähmt war. "Last Rites" ist die schockierende, tragikomische und bisher unveröffentlichte Geschichte von Osbournes Höllenfahrt. Dabei reflektiert er über sein außergewöhnliches Leben und seine Karriere - einschließlich seiner Ehe mit Sharon, seines Bedauerns über die Reunion von Black Sabbath, seiner Freundschaften mit Slash und Zakk Wylde und der erschütternden letzten Momente, die er mit Lemmy Kilmister von Motörhead verbrachte.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.11.2025

Kurz vor seinem Tod hat Ozzy Osbourne noch seine Memoiren fertigstellen können, die Rezensent Frank Schäfer durchaus interessiert liest: Es geht zwar viel um die gesundheitlichen Probleme Ozzys zwischen Parkinsonerkrankung und einem schweren Sturz 2019, aber insgesamt hat das Buch eher den Charakter einer "Generalbeichte". Schäfer scheint es, als versuche Ozzy noch einmal, alles ins Reine zu bringen, die oft konfliktreiche Beziehung zu seiner Frau Sharon, aber auch die Querelen in der Band Black Sabbath. Insbesondere gefallen dem Kritiker die Passagen des Buches, in denen die Entstehung des letzten Black Sabbath-Albums "13" reflektiert werden - mit dem Produzenten Rick Rubin war es offenbar nicht immer einfach, aber es scheint sich gelohnt zu haben, betrachtet man den Erfolg der Platte. Kurz nach dem letzten Auftritt der Band in alter Besetzung ist Osbourne verstorben, schließt Schäfer.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 17.10.2025

Rezensent Michael Pilz würdigt Ozzy Osbourne in einer umfangreichen Nacherzählung von dessen Krankheitsgeschichte, in der er den "Fürst der Finsternis" auch selbst ausführlich zu Wort kommen lässt. Von den Saufgelagen, von der Fledermaus, von dem schweren Quad-Unfall und vom Koks wusste die Öffentlichkeit sehr wohl, aber wie es wirklich gesundheitlich stand um die Rocklegende, das behielt er lange für sich. In "Last Rites" erzählt er davon, "verwandelt seine Krankenakte in Prosa und Poesie", so drückt es Pilz aus. In allen schockierenden, teilweise bitterkomischen Details schildert Osbourne hier sein Martyrium - erzählt von den Folgen seiner Eskapaden und Unfälle, von seiner Parkinson-Erkrankung, von seinen Arztbesuchen, den 64 Medikamenten, die er zwischendurch einnehmen muss, davon wie ein Leiden das nächste auslöst, von Rücken-OPs, Lungenentzündungen, einer Sepsis, auch von den letzten Konzerten und den letzten Wünschen, vom letzten Rest, dem er dem Leben trotzig abpresst, so der gerührte Kritiker. Dass es ihm nicht gut ging, das wussten man ja, und dennoch war sein Tod im Sommer 2025 eine Überraschung, wohl für alle, außer für ihn selbst, denkt sich Pilz.