Aus dem Englischen von Kristian Lutze. Zertrümmerte Instrumente waren lange ihr Markenzeichen: The Who haben aber nicht nur damit Rockgeschichte geschrieben. Gründer und bis heute zentrale Figur der englischen Superband ist neben Pete Townshend Sänger Roger Daltrey. In seiner Autobiografie spannt er den Bogen von der armen, aber glücklichen Kindheit in einer Londoner Arbeiterfamilie, dem Schulrauswurf des aufmüpfigen Jugendlichen über erste Bandversuche mit Pete Townshend, John Entwistle und Keith Moon bis hin zu den Welterfolgen seit "My Generation" und der Rockoper "Tommy". Für alte und junge Fans öffnet er den Kosmos von sex and drugs and rock'n'roll, enthüllt die kreative Dynamik innerhalb der Band und erzählt, wie er selbst geerdet blieb und auch ein Leben als Familienmensch führen kann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.04.2019
Florian Balke hört Roger Daltrey von The Who gerne zu, wenn er seine Anekdoten über Bandkollegen, Tourneen, Drugs und die Jugendkultur ausbreitet. Zum einen macht Daltrey das laut Balke vergleichsweise unterhaltsam, pointiert, milde und sympathisch, zum anderen kommt alles im Buch vor, was man so über The Who wissen muss, allerdings auch nicht mehr, wie der Rezensent feststellt. Besonders gelungen findet er die Passagen, in denen der Autor sich der britischen Nachkriegszeit zuwendet, nachsichtig die Generation seiner Eltern betrachtet und die Entstehung des Rock aus der Trümmerlandschaft nach '45 nachzeichnet.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 14.03.2019
Rockstar müsste man sein, seufzt Rezensent Martin Eimermacher spöttisch. Wenn man es überlebt, kann man später so schön gemütlich aus dem großen Sessel heraus den Kinderchen die wilden Geschichten von damals erzählen. Von Mods und Rockern, Messerstechereien und am Verstärker zerschlagenen Gitarren. Alles höchst vorhersehbar, gibt Eimermacher zu, aber Daltrey habe so ein unprätentiöse Art zu erzählen, dass es ihm irgendwie doch Spaß gemacht hat.
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