Otto Tolnai

Göttlicher Gestank

Gedichte. Deutsch-Ungarisch
Cover: Göttlicher Gestank
Edition Korrespondenzen, Wien 2009
ISBN 9783902113634
Gebunden, 161 Seiten, 21,50 EUR

Klappentext

Aus dem Ungarischen und mit einem Nachwort von Zsuzsanna Gahse. "Orpheus vom Lande", so bezeichnet Otto Tolnai sich oft in seinen Gedichten. Mit großem Atem besingt er seine nähere Umgebung, die Vojvodina, die Kargheit ihrer Landschaft, ihre dörflichen Bewohner. Tolnai folgt den Bildern, Worten und Sätzen, über die er stolpert, folgt ihrer Sprach- und Bildlogik, ihren unerwarteten Wendungen, bis die Erinnerungen, Wahrnehmungen und Träume sich absurd und präzise zur feinmaschig verknüpften Welt hin öffnen. Ein einfacher Besenstiel wird zur glänzenden Achse des Alls, ein verlorener Handschuh zum Geschlechtsteil eines Engels. Zsuzsanna Gahses in Absprache mit dem Autor zusammengestellte Auswahl vereint Kurz- und Langgedichte aus unterschiedlichen Zeiten, die über gemeinsame Motive, Themen und Wörter miteinander korrespondieren und eindringlich übdersetzt eine eigene Komposition bilden. Abgerundet wird die Sammlung durch ein Nachwort der Übersetzerin.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.2009

Was genau da müffelt, lässt sich nicht sagen, aber für Rezensent Harald Hartung geht das in Ordnung, solange es göttlich ist und die Sache zusammenhält. Diese erstmals auf Deutsch erhältliche Auswahl mit Gedichten des aus der Vojvodina stammenden ungarischen Autors OttoTolnai zum Beispiel. Die Stücke sieht Hartung geprägt von der überbordenden Fantasie Tolnais, von Gusto und zugleich Willkür und von dem "Erlebnishintergrund" der vojvodinischen Landschaft. Und weil der Autor ein Bukoliker ist und das Fließende, die Ambivalenzen schätzt, langweilt sich der Rezensent bei der Lektüre nie.
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