Nach dem Marsch auf die Feldherrnhalle wurden Adolf Hitler und neun Mitangeklagte vor Gericht gestellt. Die Fakten dieses Hochverratsprozesses sind in großen Zügen bekannt, viele Details jedoch nicht. Kaum beleuchtet wurden etwa der verunglückte Prozess und das Zustandekommen des milden Urteils, das Hitler den Weg frei machte für die "Machtübernahme" im Jahre 1933. In seinem neuen Buch schildert Otto Gritschneder den Hitler-Prozess anhand jetzt zugänglich gewordener Personal- und Spruchkammerakten. So lässt sich das Versagen der Justiz gegenüber dem Nationalsozialismus am Beispiel der hier erstmals präsentierten Biografie des Richters Georg Neithardt eindrucksvoll verfolgen. Auch der vollständige Abdruck des bisher nur schwer zugänglichen Urteils von 1924 vermittelt einen plastischen Einblick in die zahlreichen Unregelmäßigkeiten dieses Prozesses.
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