Oliver Kontny

Iranian Voices

Republik der Verrückten
Cover: Iranian Voices
Buchfunk Verlag, Leipzig 2013
ISBN 9783868471250
CD, 14,90 EUR

Klappentext

Mit Musik von Marc Sinan. Sprecher: Jasmin Tabatabai, Maryam Zaree, Bijan Zamani und andere. Spieldauer: 55 Minuten. Acht Sprecherinnen und Sprecher erzählen Geschichten zur Lage im Iran nach Niederschlagung des Aufstandes. Dokumentarisches Material wird in das berühmte persische Liebesepos von Laila und Madjnun gewoben. Eine Sechzehnjährige, die ihren Vergewaltiger erschlägt. Ein schwer depressiver Student, der im Park einen Mann küsst. Ein Richter, der immer wieder Frauen zum Tode verurteilt. Eine Mutter, die sich für ihren schwulen Sohn einsetzt. Menschen, die nicht mehr mitmachen. Vor der Folie der Erzählung vom wahnsinnigen Dichter Madjnun und seiner stummen Geliebten Laila erkämpfen sich die Sprecherinnen eine eigene Haltung gegenüber den Ereignissen im heutigen Iran. Sie bieten keinen vermeintlichen Insiderblick an, sondern stellen ihre Positionen von hier und heute zur Debatte.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.06.2013

"Raffiniert" findet Jens Bisky, wie Oliver Kontny in seinem vielstimmigen Hörspiel "Iranian Voices" die mittelalterliche arabisch-persische Sage um die unmögliche Liebe zwischen Laila und Qais mit wahren Geschichten "von Vergewaltigungen, Notwehr, Gefängnis, von Unterdrückung und Aufbegehren" aus dem heutigen Iran kombiniert. Indem die Sprecher und Sprecherinnen, unter ihnen die persischstämmige Schauspielerin Jasmin Tabatabai, einen distanzierten, analytischen Ton anschlagen, beugen sie einer bequemen Betroffenheitshaltung vor, so der erschütterte Rezensent.
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