Novalis

Novalis: Über die Liebe

Cover: Novalis: Über die Liebe
Insel Verlag, Frankfurt am Main 2001
ISBN 9783458344032
Taschenbuch, 217 Seiten, 7,62 EUR

Klappentext

Das Thema Liebe verband sich in Leben und Werk Friedrich von Hardenbergs mit tiefer persönlicher Erfahrung, philosophischer Erkenntnis und religiöser Offenbarung. Auch als Sexualität ist Liebe überall in seinem Werk präsent, sei es im sinnlichen Traum Heinrichs von Ofterdingen über eine blaue Blume, in den orgiastischen Bildern der 'Hymnen an die Nacht' oder in den vielen und oftmals kühnen Überlegungen zur Psychologie der Geschlechter. Gerhard Schulz führt in dieser Auswahl durch das Universum der Liebesvorstellungen von Novalis. Ein Essay über Novalis' Erotik beschließt diesen Band.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 11.04.2001

Novalis war, stellt Franz Schuh einleitend fest, ein Verfechter der "synthetischen Kraft" der Liebe, einer, der an die unio mystica glaubte, ganz im Gegensatz zu seinem Zeitgenossen Kleist, der meinte, dass man in der Liebe sich ebenso selbst wie den anderen verliere. Gerhard Schulz, , der zu den Herausgebern der kritischen Novalis-Ausgabe gehört, hat nach Ansicht Schuhs äußerst fachkundig und aufschlussreich dieses Kompendium ediert, das Texte Novalis' "Über die Liebe" enthält. Erstaunlich findet Schuh, wie komplex das "Netz von Wörtern" ist, das des Dichters hochromantische Vorstellungen und Ansichten zur Liebe einfängt. Was die besondere Qualität dieses Buches angeht, so liege dies aber nicht nur in der Textauswahl begründet, sagt der Rezensent, sondern in den bemerkenswerten Kommentaren des Herausgebers, die jeden Abschnitt begleiteten. Ein zusammenfassende Betrachtung am Ende setze einen guten und verständnisfördernden Schlusspunkt.