Wer die neuen Medien nicht versteht, gehört zu den Analphabeten des 21. Jahrhunderts. Dieses ABC-Buch buchstabiert die Grundbegriffe der Medienwelt. Natürlich steht das Internet im Zentrum der Aufmerksamkeit. Aber das sollte uns nicht dazu verleiten, den Tod der klassischen Massenmedien zu verkünden. Das Internet braucht die Massenmedien, um Aufmerksamkeit zu faszinieren, und die Massenmedien brauchen das Internet, um in Kontakt mit den Zielgruppen zu kommen. Das Allermundewort Globalisierung meint konkret: Digitalisierung, Mobilisierung und Vernetzung von Kommunikation. Die Netzwerke lassen die geographische Gestalt der Welt gleichgültig werden. Und die Menschen? Sie verteilen sich in der globalisierten Welt auf vier Schicksalsfelder, die durch die Koordinaten "arm vs. reich" und "vernetzt vs. nicht vernetzt" definiert sind. Wer sich in dieser Welt orientieren will, muß die Medien verstehen, die sie prägen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.06.2007
Rezensent Jürgen Kaube lässt an Norbert Bolz' Einführung in die Grundbegriffe der Medienwelt kein gutes Haar. Der Behandlung verschiedener Aspekte der Massenmedien wie Manipulation, Moralisieren, Skandalpräferenz, Unterhaltung fehlt es seines Erachtens vor allem an analytischem Interesse. Stattdessen dominiert zu seinem Bedauern ein Sperrfeuer von Behauptungen, die ihm weder begrifflich ausgefeilt noch konsistent scheinen. Er hält dem Autor vor, ihm gehe es gar nicht um Nachdenken, sondern um "Nachsprechen". In diesem Zusammenhang brandmarkt er Bolz als "akademischen Stimmenimitator". In dieser Funktion bescheinigt er ihm allerdings einiges Talent beim Nachbeten fremder Texte, die allerdings nicht zusammenpassen, wie etwa Medientheorien Luhmanns und Kittlers.
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