Dieses Buch rekonstruiert zum ersten Mal die Geschichte der Fotografie, von der Erfindung der Daguerreotypie um 1840 und den Reaktionen, die sie hervorgerufen hat, bis hin zur digitalen Fotografie Ende des 20. Jahrhunderts als Theoriegeschichte. Dabei geht es sowohl um die einschlägigen theoretischen Positionen (von Barthes, Derrida, Foucault, Moholy-Nagy, Emerson, Stieglitz bis hin zu Rodtschenko, Hausmann, Baudrillard, Flusser u.v.a.m.) als auch um eine Vielzahl von Texten, die erst bei genauerem Hinsehen ihren theoretischen Gehalt zeigen. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen der Ästhetik und der Wahrnehmungstheorie, aber auch der Wissenschafts- und der Diskursgeschichte der Fotografie. Ausblicke gelten u.a. auch der Wissenschaftsgeschichte, der Pressefotografie und der allgemeinen Medientheorie. In der Perspektive einer Theoriegeschichte der Fotografie erweist sich diese als ungemein anschlussfähig für zentrale Fragen der Wahrnehmungs- und Medientheorie, aber auch der Wissenschaftsgeschichte, den Gesellschaftswissenschaften und der Bildtheorie. Entstanden ist ein Kompendium, das umfassend und detailliert über alle zentralen theoretischen Positionen der Fotografiegeschichte informiert und dabei auch zahlreiche andere Theoriebereiche berührt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.08.2006
Mit zwei Bänden von Bernd Stiegler zur Fotografie hat sich Andrea Gnam beschäftigt. Da bei der Geschichte der Theorie der Fotografie trotz einiger Neuerscheinungen nach wie vor hauptsächlich Walter Benjamins, Roland Barthes' und Susan Sonntags Werke herangezogen werden, ist es nach Ansicht der Rezensentin hohe Zeit für eine moderne Theoriegeschichte der Fotografie. Sie lobt, dass Stiegler neben den bekannten Texten zur Geschichte der Fotografie-Theorie auch weniger gängige Texte vorstellt und auswertet. Insbesondere die Einlassungen zu den diskursanalytischen Aspekten der Photographie-Theorie sind sehr interessant.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Caroline Blackwood: Das Schicksal von Mary Rose Aus dem Englischen von Claudia Voit. Caroline Blackwood, Erbin des Guinness Vermögens und schillernde Figur der Londoner Bohème, hat aus ihrer Herkunft und ihrem Leben keine… Anne Carson: Rot Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Utler. Der rote Junge Geryon ist unsterblich in Herkules verliebt, der dem Jüngling nicht zu widerstehen vermag. Auf dem Höhepunkt… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…