Aus dem Amerikanischen von Brigitte Heinrich. Er ist Psychologe, sein Spezialgebiet die Angst. Am Tag praktiziert er, am Abend erklärt er Studenten, was eine gute Therapie ausmacht. Als er wenig begeistert eine Nachtclubtänzerin mit Auftrittsphobie als Klientin annimmt, ahnt er nicht, wie sehr deren Probleme und Geheimnisse auf sein eigenes Leben abstrahlen werden. Sie kommt freitags um vier, und für sie hat der Psychologe eine Ausnahme gemacht, denn eigentlich arbeitet er nur bis drei. Doch der Fall der Nachtclubtänzerin, die wegen Panikattacken auf der Bühne nicht mehr auftreten kann, interessiert ihn. Über ihren Fall kann er mit seiner Kollegin Nina sprechen. Das lässt Nina zu. Nicht aber, dass er über seine Liebe zu ihr redet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.2012
So recht weiß die Rezensentin nicht, ob sie beim Lesen dieses Buches nicht doch zur Therapeutin des Therapeuten wird. Jedenfalls fragt sie sich, wie es angeht, dass ein Psychologe derart viel redet. Gemeint ist die über die eigene Profession wie über eigene Sehnsüchte extensiv plaudernde Hauptfigur im Debüt des Psychologen Noam Shpancer und gewiss auch ein wenig der Autor selbst, den Margret Fetzer auf jeder Seite durchscheinen sieht. Entsprechend schwer fällt es ihr auch, den Text genremäßig festzumachen. Roman, Sachbuch, Hybrid aus beidem? Jedenfalls keine banale Ratgeberliteratur, da ist sich die Rezensentin sicher. Denn Eindeutigkeit ist des Autors Sache nicht.
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