Noch nie haben wir auf so vielen Kanälen gleichzeitig kommuniziert. Vor allem Menschen zwischen 15 und 35 haben ein zweites, ein virtuelles Ich im Internet, das ihr Leben prägt wie nichts Vergleichbares zuvor. Wer nicht postet, ist nicht! Wer sich nicht einloggt, bleibt außen vor. Nina Pauer erzählt und erklärt dieses neue Leben. Sie klagt nicht über Facebook & Co., sondern beschreibt die Wirkung exzessiver und besonders virtueller Kommunikation bis tief in den analogen Alltag hinein. Dabei trifft sie nicht nur den Nerv der Betroffenen, sondern bringt die seit Langem einschneidendste Veränderung unserer Gesellschaft auf den Punkt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.10.2012
Wie wärs, einmal über die Lebenszeitvergeudung durch die Reproduktion von Klischees bei authentifizierten Generationsflüsterern zu reden? Scheint Katharina Teutsch zu fragen, der das neue Buch der autorisierten Mittelschichtsgruppentherapeutin Nina Pauer überhaupt nicht gefallen hat. Sämtliche Thesen der Autorin zu widerlegen, hat Teutsch allerdings keine Zeit (siehe oben), sie muss noch schnell ein paar SMS, E-Mails, Tweets usw. raushauen. Nein, im Ernst, meint Teutsch versöhnlich, ist schon auch was dran an der Kritik am Kommunikationswahn, doch zum Fetisch muss man ihn nicht gleich aufpumpen, zum Teufelszeug, sonst verpasst man noch das Leben.
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