Nikolaus Heidelbach, Siegfried Lenz

Marvellas ganze Freude

Cover: Marvellas ganze Freude
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2017
ISBN 9783455406214
Gebunden, 48 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Eine neu entdeckte Kindererzählung von dem großen Geschichtenerzähler Siegfried Lenz. Marvella frisst am liebsten zartes Gras, trinkt kühles Wasser aus ihrem Bach und ruht sich im Schatten der Ulme aus, die auf der großen Weide steht, die ganz allein ihr gehört. Sie ist eine glückliche, gutmütige Schweizer Kuh - und die einzige Kuh, die mit einem Güterzug befreundet, vielleicht sogar ein wenig in ihn verliebt ist. Jeden Morgen und jeden Abend fährt er an ihrer Wiese vorbei, und Marvella antwortet fröhlich muhend auf das Pfeifen, mit dem sich die grün-silberne Lok ankündigt. Doch nach einer stürmischen Nacht wartet sie vergeblich. Von Sehnsucht getrieben, nimmt Marvella all ihren Mut zusammen und macht sich auf die Suche nach ihrem Zug. Und sie kommt gerade noch rechtzeitig, um ein großes Unglück zu verhindern.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.08.2017

Drei Jahre nach dem Tod von Siegfried Lenz wurde nun "Marvellas ganze Freude" in seinem Nachlass entdeckt, berichtet Rezensent Tilman Spreckelsen. Er liest hier eine "Dreiecksgeschichte zwischen Bauer, Kuh und Zug", Bauer Bollmann aus Kansas ist in seine Kuh Marvella verliebt und schenkt ihr eine eigene Wiese, Marvella fühlt sich jedoch einsam und verliebt sich in den Zug, der einmal am Tag an ihrer Wiese vorbeifährt, so der Kritiker. Lenz' Erzählstil dürfte auch Grundschulkindern keine Probleme bereiten, glaubt der Rezensent, der sich aber vor allem über die Illustrationen von Nikolaus Heidelbach freut: Diese verleihen dem Text ganz neue Facetten, bleiben zugänglich, sind aber nie "gefällig", lobt Spreckelsen.
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