Herausgegeben von Hans-Martin Schenke, Hans-Gebhard Bethge und Ursula Ulrike Kaiser.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.06.2002
Roland Kany beginnt seine Rezension mit einer flammenden Lobrede auf wissenschaftliche Langzeitvorhaben, erwähnt nicht zuletzt das Jahrhundertwerk des Grimmschen Wörterbuchs. Dass ein Werk nach bald hundert Jahren überhaupt noch fortsetzbar ist, spricht, meint Kany, für seine Qualität - und so ist es jetzt mit dem zweiten Band zu "koptisch-gnostischen Schriften" der Reihe "Die großen christlichen griechischen Schriftsteller" geschehen: 1907 veröffentlichte der Orientalist Carl Schmidt einen ersten Band, nun erscheint der zweite. Dazwischen liegt das Jahr 1945 und "Nag Hammadi", der Fundort einer Reihe zuvor unbekannter, teils nur fragmentarischer gnostischer Texte, die in den Jahrzehnten seither (zunächst in der DDR) untersucht und - mit dem Anspruch der Endgültigkeit - ins Deutsche übersetzt wurden. Jetzt liegt der erste von zwei Bänden vor: Kany freut's.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…