Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.08.2000
Stephan Kuss bezeichnet diesen Band als die "wohl umfassendste Analyse der Selbstzeugnisse des Feminismus (...) seit 1945", betont allerdings, dass die Autorin sich auf Westdeutschland konzentriert hat. Bewundernswert findet er die Mühe, die die Autorin hierbei aufgewendet hat: "Keine Textgattung wurde ausgelassen". Wissenschaftliche Werke finden ebenso Berücksichtigung wie politische Manifeste und selbst feinsten Facetten der Diskussion sei Parpart nachgegangen. Dabei versuche die Autorin mit Blick aus der Gegenwart den "inhärenten Widersprüchen des feministischen Diskurses" auf die Spur zu kommen. Methodisch macht Kuss eine Nähe zu Foucault aus, wodurch bisweilen "soziale, politische und institutionelle Aspekte" nicht immer ausreichend Berücksichtigung finden. Auch Wiederholungen diagnostiziert der Rezensent. Angesichts der sonstigen Qualität der Studie findet er dies jedoch verzeihlich.
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