Christian Huck

Wie die Populärkultur nach Deutschland kam

Transatlantische Geschichten aus dem 20. Jahrhundert
Cover: Wie die Populärkultur nach Deutschland kam
Textem, Hamburg 2018
ISBN 9783864851872
Kartoniert, 320 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

TV-Serien, Cocktails, Groschenhefte, Jeans und Saxophone - das transatlantische Ereignis der Populärkultur im 20. Jahrhundert ist ein ganz besonderes. Fremde verlockende Angebote verwandeln den gewohnten Alltag und eröffnen Möglichkeiten, die über das Gegebene hinausgehen. Das ist insbesondere für diejenigen attraktiv, die mit dem Gegebenen nicht zufrieden sind. Populärkultur öffnet die Orientierung an Schicht, Geschlecht oder Herkunft hin zur Anziehungskraft des Neuen, die individuelle wie soziale Unterschiede zumindest zeitweise außer Kraft zu setzen vermag und damit exklusive Momente gleichwürdiger Zusammenkunft ermöglicht. Eine solche inklusive Exklusivität, wie sie nur die Populärkultur bieten kann, ist allerdings ein instabiles Ereignis: Leicht kippt es in eine Subkultur, die sich abschottet, leicht kippt es in eine Massenkultur, die keinen Zusammenhalt mehr erzeugt. Christian Huck verbindet in diesem Buch unterschiedliche Facetten und Aspekte der Populärkultur des 20. Jahrhunderts und erzählt transatlantische Geschichten, die unser Bild von Gemeinschaft, Vergnügen und Freiheit bis heute bestimmen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.07.2018

Birthe Mühlhoff kritisiert den methodischen Ansatz des Amerikanisten Christian Huck, der sich in seinem Buch der Herkunft, den Vertriebswegen und den Materialeigenschaften popkultureller Güter wie dem Breakdance, der Bar oder der Jeans widmet. Dass der Autor nicht seine eigene Person oder seine Generation im Blick hat, scheint die Rezensentin gut zu finden, Hucks distanziert-akribische Haltung lässt sie die Ankunft des Populären erfahren. Dass er sich indes ganz auf die USA als Hauptimporteur des Pop beschränkt und nicht mal Großbritannien und die Beatles mit berücksichtigt und sich außerdem nur um das reine Phänomen Populärkultur kümmert und nicht um dessen propagandistischen Gebrauch, findet Mühlhoff allerdings schwer bedauerlich.
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