Zwischen Währungsreform und Wiedervereinigung besaß Kaffee als Wohlstandsindikator in Ost und West einen hohen Symbolwert im individuellen und gesellschaftlichen Selbstverständnis. Monika Sigmund zeigt in ihrer vergleichend angelegten und reich illustrierten Darstellung den Stellenwert und die emotionale Aufladung, die mit einer Tasse Kaffee verbunden waren. Der Kaffeegenuss war hier wie dort weit mehr als ein privater Akt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.03.2015
Kai Spanke hat Freude an Monika Sigmunds historischer Studie über die Ware Kaffee in der Bundesrepublik und in der DDR. Dass die Autorin Konsumgeschichte als Gesellschaftsgeschichte erzählt, scheint Spanke sinnvoll, derart eng, das lehrt ihn die Lektüre, sind und waren der Konsum von Kaffee, soziale Praktiken und Sinngebungsstrategien hüben wie drüben miteinander verzahnt. Es geht um Kaffeeschmuggel, Werbung, Kritik der Verbraucher und ein höchst wandelbares Image, von der Autorin laut Spanke mit reichlich Bildmaterial illustriert.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…