Sebastião Salgado widmet sich in seinem jüngsten Projekt der Welt des Kaffees. In Asien, Afrika, Mittel- und Südamerika bereiste er Kaffeeplantagen, um das Leben der Pflücker und ihre Arbeit bei Aussaat, Ernte und Weiterverarbeitung zu dokumentieren. Dabei besuchte er vor allem auch Plantagen, auf denen Kaffee fair und sozialverträglich produziert wird. Ein ungewöhnlicher Blickwinkel auf die Produktion eines Getränks, von dessen Entstehung wir so wenig wissen.
Ist das noch Kunst oder schon PR?, fragt Felix Koltermann angesichts des von Sebastião Salgado in Zusammenarbeit mit dem Kaffeegroßhändler Andrea Illy produzierten Luxusfotobandes. Die schöne neue Kaffeewelt scheint ihm das Buch in der vom Starfotografen gewohnten Qualität abzubilden, von der Saat bis zum Genuss. Allerdings ist das nur ein Teil der Geschichte, mahnt der Rezensent. Von den Schattenseiten des Geschäfts, von den tatsächlichen Lebensumständen der Pflücker und Sortierer etwa oder den Einzelheiten des Handels, erfährt Koltermann weder auf den Bildern noch in den Begleittexten auch nur die Bohne.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Anne Carson: Rot Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Utler. Der rote Junge Geryon ist unsterblich in Herkules verliebt, der dem Jüngling nicht zu widerstehen vermag. Auf dem Höhepunkt… Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Anne Carson: Der bittersüße Eros Aus dem nordamerikanischen Englisch von Christina Dongowski. Es war eine Dichterin, Sappho, die dem Eros das paradoxe Attribut "bittersüß" gab. Dies geschah in der Zeit,…