Monika Helfer

Die Bar im Freien

Aus der Unwahrscheinlichkeit der Welt
Cover: Die Bar im Freien
Deuticke Verlag, Wien 2012
ISBN 9783552061903
Gebunden, 288 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Monika Helfers kleine Geschichten entführen den Leser in eine Welt voll Zauber und Poesie. Die Menschen, die darin vorkommen - der Mann, der selbstgemachte Filzblumen verkauft und manchmal auch verschenkt, oder ein zehnjähriges Mädchen, das sich aus seiner Zwangsheirat befreit - wirken wie verloren in dieser Welt. Sie haben alle etwas, was sie besonders macht und an unser Herz rührt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.08.2012

Samuel Moser versucht erst gar nicht, hinter den rund 120 hier versammelten Erzählungen von Monika Helfer einen Zusammenhang zu sehen. Er nimmt die kurzen Texte als Stimmen- und Geschichtengalaxie, in die sich die Autorin möglichst wenig einmischt. Eine diskrete Struktur entdeckt Moser dann doch, kleine Textgruppen, die allerdings weder thematisch noch formal eine offensichtliche Einheit bilden, sondern eher subtil Begebenheiten, Träume, Märchen variieren zu scheinen. Am meisten gefällt dem Rezensenten, wie die Autorin bei aller Konzentration doch den Verlockungen der Kürze nicht erliegt. Kein Symbolismus, keine Pointenhäufung, dafür eine Art Universalgeschichte des Kleinteiligen und, so nennt es Moder, eine Poetologie der Skepsis.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.04.2012

Begeistert hat Rezensent Ulrich Rüdenauer Monika Helfers kleinen Erzählband "Die Bar im Freien" gelesen, in dem sie über hundert seltsame, aber doch mögliche Geschichten versammelt. Dem Kritiker begegnet hier eine Vielzahl von Randfiguren - Heimatlose, Trauernde, Zwangsverheiratete, Orientierungslose oder Kranke, die sich meist mit einem schmerzlichen Verlust auseinandersetzen müssen. Die Ich-Erzählerin etwa, der auf dem Weg zum Grab ihrer Tochter Paula ein kleiner Mann begegnet, der sie in einen absurden, aber berührenden Dialog verwickelt und ihr eine Filzblume für das Grab mitgibt. Helfers feinsinnige und präzise miteinander verdichtete Geschichten bewegen sich meist zwischen "Realismus, Märchen und Groteske", so der Rezensent, der sich an Johann Peter Hebel, Robert Walser oder Daniil Charms erinnert fühlt. Auf nur wenigen Seiten gelinge es der Autorin immer das Wesentliche zu skizzieren, lobt Rüdenauer.
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