Miriam Meckel

Das Glück der Unerreichbarkeit

Wege aus der Kommunikationsfalle
Cover: Das Glück der Unerreichbarkeit
Murmann Verlag, Hamburg 2007
ISBN 9783867740029
Gebunden, 270 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Wir funken, simsen und mailen permanent über alle Zeitzonen und Regionen der Welt und über alle Takte des persönlichen Alltags hinweg. Jeder ist potenziell immer erreichbar. Wer nicht mindestens in Kopie und cc bedacht wird, fühlt sich nicht mehr geliebt. Die technologische Demokratisierung der Information trifft auf ein unvorbereitetes Volk im Dauerfeuer der Mitteilungen. Miriam Meckel empfiehlt eine Denkpause. Kommunikation braucht Qualität. Und Qualität braucht Zeit. Wer sich verständigen und verstanden werden will, muss nachdenken können und sich erklären dürfen. Die neuen Kommunikations- technologien bieten diese Chance. Aber sie verleiten auch zu Abhängigkeiten.
Miriam Meckel erklärt uns die Wirkung der Technologien auf den Menschen. Sie zeigt, was es mit uns und unserem Miteinander macht, wenn alle immer auf Stand-by sind. Und sie hat eine Idee, wie wir uns trotz all dem doch noch verständigen können: Das Glück kann in der klugen Unerreichbarkeit liegen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 28.12.2007

Dass sich dermaßen "authentisch" über das Problem des Kommunikations-Overkills schreiben lässt, hätte Rezensent Stephan Russ-Mohl gar nicht für möglich gehalten. Neugierig liest er die selbstkritischen Ausführungen der Autorin über ihren Weg hin zum "Glück der Unerreichbarkeit". Dass die umtriebige Publizistikprofessorin Miriam Meckel sich mit diesem Buch auch selbst therapiert, hat der Rezensent zum Glück dennoch kaum bemerkt. Stattdessen erfährt er nicht nur die Grundeinsichten der kommunkativ geforderten Autorin, sondern auch die "wissenschaftlichen Daten und Erkenntnisse" zum Thema. Ergänzungsbedürfig erscheint ihm der kulturkritische Teil des Bandes. Ein "Namedropping", meint er, das für den aufgeklärten Zeitgenossen nichts Neues birgt. Gerne dagegen nimmt er den ein oder anderen "pragmatischen Ratschlag" der Autorin entgegen, wie sich die "Kommunikationsfalle" umschiffen lässt.

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