Milica Vuckovic

Der tödliche Ausgang von Sportverletzungen

Roman
Cover: Der tödliche Ausgang von Sportverletzungen
Paul Zsolnay Verlag, Wien 2025
ISBN 9783552075443
Gebunden, 192 Seiten, 23,00 EUR

Klappentext

Aus dem Serbischen von Rebekka Zeinzinger. Eva ist noch jung, als sie ihren Sohn zur Welt bringt und allein großzieht. Als sie dann Viktor kennenlernt, glaubt sie ihren Helden gefunden zu haben. Viktor ist Journalist und Schriftsteller und beeindruckt Eva mit großen Worten und Theorien. Dabei ist er vor allem eines: ein meisterhafter Manipulator, ein Soziopath, krankhaft eifersüchtig und cholerisch. Und als er es schafft, Eva nach Deutschland zu locken, wird alles nur noch schlimmer .

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.08.2025

Rezensentin Luca Vazgec hält es für erfrischend, Milica Vuckovics Roman von 2021 auf Deutsch zu lesen. Die Geschichte um eine Frau, die in eine manipulative, gewalttätige Beziehung gerät und daran zu Grunde geht, erscheint ihr als eine europäische, zeitgenössische Story und psychologische Fallstudie. Lesenswert ist das Buch für Vazgec auch wegen seines unprätenziösen Stils und seines "antiheroischen Realismus". Die männliche Hauptfigur ist für Vazgec nur schwer erträglich, die Gewaltdarstellungen im Text "hässlich", aber wirkungsvoll, da sie die Bedrängnis der Protagonistin spürbar machen, so die Rezensentin. Engagierte Literatur at its best, findet Vazgec.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.06.2025

Dieser Roman von Milica Vučković ist trotz des Missbrauchs- und Gewaltthemas ziemlich unterhaltsam, findet Rezensent Franz Haas. Protagonistin Eva verliebt sich in einen Schriftsteller-Macho, der sie schlägt. Das ist aber in ihrem tristen Leben bei weitem nicht das einzige, was schiefläuft, zuvor ist schon ihre lahme Ehe gescheitert, und ihr Job als Sekretärin ist auch nicht unbedingt erfüllend, resümiert Haas. Dass sie nun ins "Spinnennetz eines psychotischen Manipulators" gerät, wird dadurch lustig, dass Eva dem gewalttätigen Viktor mit "weiblicher Selbstironie" die Stirn bietet. Vor allem aber durch Vučkovićs Sprache, die von Rebekka Zeinzinger "elastisch übersetzt" wurde, lobt der Kritiker, der auf eine Fortsetzung hofft.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 25.04.2025

Rezensentin Angela Gutzeit sieht in Milica Vuckovics Debütroman über eine toxische  Beziehung zwar schwer verdauliche Kost, die Geschichte, die die Autorin aus der Perspektive ihrer weiblichen Protagonistin erzählt, scheint ihr in ihrer Unerbittlichkeit und Lakonie aber auch stark. Das ganze Drama einer manipulativen, gewalttätigen Beziehung entfaltet der Text laut Gutzeit ohne wohlfeile Ursachenforschung oder Lösungen und ausschließlich aus der weiblichen Perspektive, was dem Ganzen eine gewisse Schlichtheit verleiht, aber eben auch die Unerbittlichkeit, erläutert Gutzeit.

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