Michael Zeuske

Sklaverei

Eine Menschheitsgeschichte von der Steinzeit bis heute
Cover: Sklaverei
Reclam Verlag, Ditzingen 2018
ISBN 9783150111550
Gebunden, 303 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

"Sklaverei" - das Wort lässt an afrikanische Arbeiter auf amerikanischen Plantagen denken. Doch Verschleppungen und Zwangsarbeit gab es schon, als die Menschen gerade erst sesshaft geworden waren, und es gab sie so gut wie überall.
Michael Zeuske führt in dieser umfassenden Darstellung durch die gesamte Geschichte der Sklaverei in allen Weltgegenden. Er macht seine Leser mit chinesischen Kindersklaven genauso bekannt wie mit osmanischen Elitesklaven oder den "Hofmohren" in preußischen Residenzstädten - und er blickt in die Gegenwart. Denn auch heute werden Menschen noch wie Waren behandelt - von der Zwangsprostituierten bis hin zum Kindersoldaten.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.04.2018

Die Hauptbotschaft in Michael Zeuskes Jahrtausende umfassende Sklaverei-Geschichte verdankt sich laut Rezensent Urs Hafner einer gewissen Pauschalisierung: Die Geschichte der Menschheit sei von den Anfängen bis heute eine Geschichte von Sklavereien, die hauptsächlich Frauen und Mädchen betreffe. Dass Zeuske zu diesem Schluss kommen kann, liegt für Hafner an seiner breiten Definition von Sklaverei, die Unterschiede verwischt. So seien für den Autor die dem Schweizer Eherecht unterstellten Gattinnen genauso als Sklavinnen zu bewerten wie die entführten und in Gefangenschaft gehaltenen Baumwollpflückerinnen in den USA. Für sich habe diese Sicht allerdings, dass sie für die ungerechte Verfassung der Welt sensibilisiere. Den chaotischen Aufbau des Buches fand Hafner hingegen eindeutig störend.