Das Buch bietet die erste systematische Untersuchung der Frage nach der Verantwortung für historisches Unrecht seit dem Erscheinen von Karl Jaspers Die Schuldfrage. Mit den Mitteln der modernen philosophischen Analyse untersucht es Gründe und Grenzen moralischer Verantwortung und unterbreitet Lösungsvorschläge für das Problem der Wiedergutmachung vergangenen Unrechts.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.10.2012
Dass wir kollektive Schuld einfach nicht erfassen und beurteilen können, weil uns das theoretische Werkzeug dazu fehlt, geht als Ausrede nicht mehr durch, meint Holm Tetens, spätestens seit dieser, wie er findet, bahnbrechenden Studie des Lüneburger Philosophieprofessors Michael Schefczyk nicht. Laut Tetens gelingt es dem Autor mittels Diskussion moral- und politikphilosophischer Axiome, besonders der angelsächsischen analytischen Philosophie, Begriffe und Grundsätze für die Analyse kollektiver Verbrechen, etwa im NS-Regime, zu entwickeln. Das geht nicht ohne Kleinstarbeit, wie Tetens anmerkt, so wenn der Autor individuelle Beiträge zum Unrecht zu unterscheiden sucht. Die auf diesem Weg von Schefczyk geprägten Begriffe, einer lautet "Kumulationsübel", findet Tetens einleuchtend. Historisches Unrecht sieht der Rezensent nach dieser aufschlussreichen Lektüre in ganz neuem Licht.
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