Michael Harbsmeier (Hg.)

Stimmen aus dem äußersten Norden

Wie die Grönländer Europa für sich entdeckten
Cover: Stimmen aus dem äußersten Norden
Jan Thorbecke Verlag, Stuttgart 2001
ISBN 9783799506106
Gebunden, 199 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Mit 19 Farbtafeln. Im Laufe der dänischen Kolonialisierung sind viele Grönländer auf unterschiedliche Weise nach Dänemark gelangt. Das Buch gewährt faszinierende Einblicke in die eigentümlichen Sitten, Gebräuche und Traditionen der Jäger im ewigen Eis. Es unternimmt den Versuch, den Erfahrungen und Erlebnissen der Grönländer nachzuspüren und einige der Narben aufzudecken, die der Aufenthalt im neuzeitlichen Europa bei diesen Menschen hinterlassen hat. Historische Zeichnungen und Stiche illustrieren die spannende Begegnung zweier grundverschiedener Kulturen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.03.2002

Auch wenn man die Filterung der Aufzeichnungen durch Chronisten und Missionare bedenken muss, zeichnen sie sich durch einen 'ethnografischen Realismus' und die 'wortgetreue Wiedergabe der Äußerungen fremder, heidnischer Stimmen' aus, zitiert Rezensent Steffen Gnam aus dem vorliegenden Buch. Während die bei Expeditionen von Dänen geraubten und entführten Grönländer im siebzehnten Jahrhundert als Exoten ausgestellt wurden und in historischen Berichten noch längst nicht zu Wort kamen, stand das nächste Jahrhundert für das koloniale Dänemark "im Zeichen der Mission", schreibt Gnam. Dank der Sprachkenntnisse der Missionare und ihrem "Bemühen um das individuelle Seelenheil", konnten authentische Berichte einzelner Grönländer glaubwürdig dokumentiert werden, erklärt Gnam, der sich in seiner Rezension auf das Referat beschränkt.
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