Aus dem Französischen von Annika Klapper. Zwei bretonische Seeleute, ein Künstler und ein Schriftsteller ohne jegliche Segelkenntnisse nehmen an Bord der "Atka" Kurs auf Grönland - ein Land, in dem sich Ziegen als Ochsen verkleiden, jeder Minimarkt Gewehre verkauft und wo man mit Gamaschen ins Flugzeug steigt. Julien Blanc-Gras erzählt von seinen Abenteuern im hohen Norden: von Millionen frisch geschlüpfter Eisberge, die sich auf den Weg machen, um den Ozean zu erobern; von Begegnungen mit friedlichen Walen, entnervten Fischern, gastfreundlichen Einheimischen; von spektakulären Nordlichtern, den schönsten arktischen Eislandschaften und von einem alten Volk, das in einer unbestimmten Gegenwart lebt und versucht, für sich eine Zukunft zu finden.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 06.03.2020
Dem Journalisten Julien Blanc-Gras gelingt in diesem Reisebericht eine interessante Mischung aus poetischer und politischer Betrachtung Grönlands, meint Rezensent Günter Wessel. Der Autor kombiniert hier detaillierte Landschaftsbeschreibungen von Eisbergen und Gletschern mit kritischen Überlegungen zur wirtschaftlichen und kulturellen Lage Grönlands und zur Zukunft der Inuit. Dabei gelinge es Blanc-Gras, die fast schon "magische" Atmosphäre und Farbigkeit der Eiswüste einzufangen, meint Wessel und lobt auch die Beobachtungsgabe des Autors, die allerdings manchmal zu stark auf "Absonderlichkeiten" fixiert sei und so manche Personen bloßstelle. Durch die "geschickte" Kombination von Naturbetrachtungen und politischen und kulturellen Ausblicken schaffe der Autor so ein "Gesamtbild" Grönlands, lobt Wessel, und stelle zudem die für den Rezensenten wichtigste Frage - wie sich die Inuit ihre Kultur in der Moderne bewahren können.
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