Michael Hamburger

Letzte Gedichte

Cover: Letzte Gedichte
Folio Verlag, Wien 2009
ISBN 9783852564777
Kartoniert, 175 Seiten, 22,50 EUR

Klappentext

Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Iain Galbraith. Aus dem Englischen von Klaus Anders, Uwe Kolbe, Jan Wagner und Franz Wurm. Im Januar 2007 erschien Michael Hamburgers letztes zu Lebzeiten veröffentlichtes Werk: "Circling the Square. Poems 2004-2006" (Die Rundung des Quadrats). "Letzte Gedichte" enthält sämtliche Gedichte dieses Bandes sowie alle weiteren, die Hamburger bis zu seinem Tod im Juni 2007 schrieb. Stets präsent in Hamburgers später Lyrik, werden Tod, Vergessen und altersbedingte Wahrnehmungsveränderung keineswegs als Feinde seiner Kunst beklagt; in Gedichten von spitzfindiger Klarheit und großer synthetischer Kraft integriert und zelebriert er diese alltäglichen Begleiter des Alterns vielmehr als untergründige Parameter einer unvermindert vitalen Ästhetik.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.09.2009

So gewagt wie Jürgen Brocan die Betitelung dieses Bandes findet (suggeriert sie doch eine Art Vermächtnis des Autors), so begeistert zeigt er sich über Michael Hamburgers darin zu begutachtende poetische Kraft und zarte Ironie, mit der der Dichter die Tücken des Alterns registriert. Doch nicht nur das. Hamburgers Gedichte halten für den Rezensenten auch einen elegischen, von jeder Weinerlichkeit freien Ton bereit, der zum scharfzüngigen Moralisieren ebenso taugt, wie zum Preis der Natur. Die verantwortlich zeichnenden Übersetzer bieten laut Brocan gleich vier unterschiedliche, seiner Meinung nach allesamt gelungene Versuche, Hamburgers mitunter sperrigen Duktus mit all seinen Feinheiten erlebbar zu machen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.06.2009

Im Angesicht seines Todes hat der in Deutschland geborene, 1933 ins Exil nach England gegangene Michael Hamburger diese hier versammelten "letzten Gedichte" geschrieben. Zwar tauchen in diesem Band, so der Rezensent Thomas Poiss, vertraute Motive und Genres des Dichters wieder auf. Ungewöhnlich aber ist, dass, was Hamburger sonst in Büchern getrennt hielt, in einem Buch "kompositorisch vereint" wird. Es geht um das Erinnern, auch um das Zugehen auf den Tod. Hamburgers Liebe gilt der Natur, seinem Garten, ausdrücklich formuliert er seinen Widerstand gegen den "Homo Rapiens", den er in Bush verkörpert sah und gegen das Zeitalter der "Elektronik".
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