Harald Hartung, Autor bedeutender Lyrikbände, ist zugleich einer unserer wichtigsten Literaturkritiker. In "Die Launen der Poesie" erscheinen jetzt seine Aufsätze und Kritiken zu Gedichtbänden von H.G. Adler, Adonis und John Ashberry bis Peter Waterhouse, Wolf Wondraschek und Adam Zagajewski, die er für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und für die Zeitschrift Merkur schrieb. Was für den Tag bestimmt schien, hat sich in seiner Frische und Intelligenz erhalten und wird in Buchform in seiner ganzen Komplexität sichtbar.Hartung ist ein leidenschaftlicher Verteidiger einer Poesie der genauen Form.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.05.2014
Der hier rezensierende Dichter und Ex-Verleger Michael Krüger verneigt sich vor Harald Hartung, der in seinem neuen Werk "Die Launen der Poesie" der Schönheit der Lyrik huldigt. Angeregt verfolgt der Rezensent Hartungs Kritiken, Essays, Porträts und Gedichte über neuere Poesie, die der Autor in diesem Ausnahme-Werk zusammengetragen hat. Der Rezensent lässt sich von den Betrachtungen über DichterInnen wie Inger Christensen, Michael Hamburger oder Jan Wagner verzaubern, vertieft sich in Hartungs Gedanken zu Paul Celan oder Ingeborg Bachmann und verändert nach der Lektüre dieses kostbaren Bandes insbesondere seinen Blick auf zeitgenössische deutsche und internationale Dichter. Der Kritiker lobt neben dem lehrreichen Nachwort von Heinrich Detering vor allem Hartungs Einführungen in die einzelnen Jahrzehnte, und so preist er den Band über die Meisterschaft moderner Poesie als herausragend.
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