Michael Frenkel, Lukas Menkhoff

Stabile Weltfinanzen?

Die Debatte um eine neue internationale Finanzarchitektur
Cover: Stabile Weltfinanzen?
Springer Verlag, Heidelberg/Berlin 2000
ISBN 9783540669142
Broschiert, 133 Seiten, 18,41 EUR

Klappentext

Die zahlreichen Finanz- und Währungskrisen der letzten Jahre haben zu einer Fülle an Reformvorschlägen für das internationale Finanzsystem geführt. In diesem Buch werden die wichtigsten Vorschläge verständlich dargestellt, systematisiert und diskutiert. Welche der konkurrierenden Ziele - nationale Autonomie, Stabilität der Finanzmärkte oder freier Kapitalverkehr - stehen im Vordergrund? Wie ist eine mögliche Umsetzung einzuschätzen? Das Buch bietet damit einen Überblick zur Debatte um eine Neue Internationale Finanzarchitektur.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 11.08.2000

Laut Klappentext sollte mit diesem Buch ein "Überblick über die wichtigsten Reformvorschläge" hinsichtlich der internationalen Finanzarchitektur gegeben werden. An diesem Anspruch sind die Autoren jedoch, wie der Rezensent mit dem Kürzel "Hm" diagnostiziert, gescheitert. Das liegt, wie er vermutet, nicht zuletzt daran, dass wichtige, erst kürzlich veröffentlichte Studien (wie etwa die der "Gruppe der 24" oder des "International Center for Monetary and Banking Studies") nicht mehr berücksichtigt wurden bzw. werden konnten. Manche Aspekte, die die Autoren erläutern, wie beispielsweise die "Schaffung von Wechselkurs-Zielzonen" sind nach Ansicht des Rezensenten für die aktuelle Reformdebatte mittlerweile eher unbedeutend. Viele andere Ausführungen sind nach "Hm"s Erachten zu lückenhaft und oberflächlich ausgefallen, etwa die zur "Rolle des Internationalen Währungsfonds" oder zur "Aufgaben- und Fazilitäten-Proliferation". Auch Widersprüche in der Argumentation fallen dem Rezensenten bei der Lektüre auf.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.04.2000

Claus Tigges lobt an diesem Band besonders, dass die Autoren dem Leser hier das "Rüstzeug" vermitteln, um die bisweilen etwas unübersichtlichen Debatten zum internationalen Finanzsystem besser verstehen und beurteilen zu können. Frenkel und Menkhoff sprechen darüber hinaus die verschiedenen Reformvorschläge an, wobei sie - wie Tigges findet - die Vor- und Nachteile "übersichtlich" darstellen und erläutern. Die dabei jeweils auftretenden Probleme werden auf diese Weise klar ersichtlich, findet der Rezensent, der unter anderem auf die Feststellung der Autoren hinweist, dass bei manchen Ländern nur dann eine Wechselkursstabilität vorstellbar ist, wenn andererseits auf "freien Kapitalverkehr oder die Autonomie in der Geldpolitik" verzichtet werde. Besonders weiß Tigges darüber hinaus zu schätzen, dass Frenkel und Menkhoff auch eigene Reformvorschläge skizzieren.