Karsten Junius, Ulrich Kater, Carsten-Patrick Meier, Henrik Müller

Handbuch Europäische Zentralbank

Beobachtung, Analyse, Prognose
Cover: Handbuch Europäische Zentralbank
Uhlenbruch Verlag, Bad Soden 2002
ISBN 9783933207296
Gebunden, 484 Seiten, 79,00 EUR

Klappentext

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist auch drei Jahre nach dem Beginn der Währungsunion immer noch eine neue Institution. Prozesse, Gepflogenheiten und Gesichter sind noch nicht vertraut, die Datenlage ist unübersichtlich, die geldpolitische Strategie ungewöhnlich. Das Handbuch Europäische Zentralbank versucht, Klarheit in die EZB-Beobachtung zu bringen. Als erste Publikation überhaupt bietet es eine komplette Darstellung des Euro-Währungsgebiets. Für die Arbeit des professionellen EZB-Beobachters liefert es einen umfassenden Werkzeugkasten, der sowohl eine Beurteilung der Geldpolitik als auch eine Prognose ermöglicht. Es analysiert Bestimmungsgründe und Prognosechancen für den Wechselkurs und wirft einen Blick auf bevorstehende institutionelle Reformen und Herausforderungen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.09.2002

Ein etwas gespaltenes Urteil spricht Patrick Welter über das von "vier Ökonomen aus dem Kreis Frankfurter Bankvolkswirte, der Wissenschaft und dem Journalismus" verfasste Handbuch über die Europäische Zentralbank (EZB). Zunächst würdigt der Rezensent das Vorhaben der Autoren, sowohl "Neulingen" in Fragen der Währungsunion als auch Kennern ein informatives Nachschlagewerk an die Hand zu geben. Die "ausführliche" Einführung sei "lesenswert", die Argumentation der Autoren in "leichtem Ton" gehalten, nur selten werde der Text "nationalökonomisch spröde". Auch die weiteren Kapitel findet Welter "gut, "sachlich" und "überzeugend" - ebenfalls die Kritik der Autoren an der EZB. Doch dann fallen dem Rezensenten eine ganze Reihe von Schwächen ein, die seinen positiven Eindruck mindern. So seien die "zahlreichen Wiederholungen" "ärgerlich" und zeugten von einer mangelnden Fähigkeit, gut zu strukturieren. Auch ein "gewissenhafteres Lektorat" hätte dem Leser manch unvollständigen Satz und deplazierten Absatz erspart, schimpft Welter. Besonders "störend" findet der Rezensent aber die Sprache. "Floskelhafte Sätze" sagten viel und nichts zugleich aus, Deutsch und Englisch gingen oft eine "merkwürdige Verbindung" ein, so etwa in dem Begriff "EZB-Watching", der "ECB-Watching" heißen müsste, moniert der Rezensent. Derartige Pidgin-Wortschöpfungen erwecken eher den Eindruck, sich selbst "Wichtigkeit" verleihen zu wollen, anstatt auf der sachlichen Ebene zu verharren, meint Welter, betont aber trotzdem im Schlusssatz, dass das Buch insgesamt eine "gute Einführung" und ein "weiterführendes Nachschlagewerk" sei.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.06.2002

Der mit "rg." zeichnende Rezensent schreibt eine einzige Lobeshymne über dieses Buch: "eine konzise, wissenschaftlich fundierte Analyse aller relevanten institutionellen und praktischen Aspekte der Geld- und Währungspolitik". Das ist deutlich. Statt den Leser mit unverständlichen theoretischen Texten zu bombardieren, setzten die Autoren Theorie nur ein, wenn dies zum besseren Verständnis der komplexen Materie notwenig sei. Ansonsten würden Sie sich vor allem auf den Bezug zur finanzpolitischen Praxis konzentrieren. Zudem hebt der Rezensent lobend hervor, dass sich die Kapitel, wie in einem Handbuch, tatsächlich einzeln lesen ließen, was aber zugleich dem Buch, als ganzes gelesen, keinen Abbruch tue. Abschließend erwähnt der Rezensent das umfangreiche Stichwortverzeichnis und das reichhaltige Literaturverzeichnis, die dieses Buch abrundeten.